Rettungsmission gescheitert

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Aktualisiert am 20.08.2026, 16:40 Uhr

Rettungsmission für einen Forschungssatelliten

Das «LINK»-Raumfahrzeug steht in einer Halle. (Archivbild)
© dpa / Ron Beard/NASA/dpa

Das Schicksal des Satelliten «Swift» ist besiegelt: Nach rund 20 Jahren im All wird das Himmelsobservatorium zur Erde stürzen und verglühen.

Eine beispiellose Mission der US-Raumfahrtbehörde Nasa zur Rettung eines Forschungssatelliten ist gescheitert. Es gebe ein Problem mit der Steuerung des «Link» genannten unbemannten Schleppraumschiffs, teilte die Nasa mit. Der Rettungsversuch werde deswegen aufgegeben, zu Forschungszwecken solle sich «Link» dem Himmelsobservatorium aber trotzdem noch nähern. «Das ist nicht das Ergebnis, auf das wir hingearbeitet haben, aber es ändert nichts daran, warum es es wert war, diese Mission zu versuchen», sagte Nasa-Chef Jared Isaacman.

Anfang Juli war «Link» mithilfe eines «Stargazer»-Flugzeugs und einer «Pegasus»-Rakete von einem Atoll der Marshallinseln im Südpazifik gestartet. Das rund 400 Kilogramm schwere Raumschiff mit drei Roboterarmen, drei Hauptantriebswerken und zahlreichen weiteren Instrumenten sollte sich dem Forschungssatelliten nähern und ihn über einen Zeitraum von mehreren Monaten in seine Ursprungs-Umlaufbahn zurückbringen. «Link» wurde im Auftrag der Nasa von der US-Raumfahrtfirma Katalyst Space mit einem Budget von rund 30 Millionen Dollar (etwa 26 Millionen Euro) entwickelt und gebaut.

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«Swift» liefert seit rund 20 Jahren wichtige Forschungsdaten

Bei dem Forschungssatelliten handelt es sich um das mit drei Teleskopen ausgestattete, unbemannte Himmelsobservatorium «Swift». Es war 2004 vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral aus ins All gebracht worden und hatte seitdem vor allem gewaltige Energieausbrüche im Universum untersucht, sogenannte Gammablitze. Der Satellit ist zwar in gutem Zustand – droht aber abzustürzen, unter anderem wegen starker geomagnetischer Stürme, die durch Sonnenausbrüche ausgelöst wurden.

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Wegen der zentralen Bedeutung der von «Swift» gelieferten Forschungsdaten hatte sich die Nasa kurzfristig für die beispiellose Rettungsmission entschieden. Bei einem Erfolg hätte der derzeit im Energiespar-Modus laufende «Swift»-Satellit möglicherweise ab Herbst wieder wissenschaftliche Daten liefern können – und das den Erwartungen der Wissenschaftler zufolge möglicherweise noch für etwa fünf Jahre oder mehr. Die Rettungsmission galt allerdings bereits vorab als herausfordernd und riskant. Nach ihrem Scheitern werde «Swift» nun wohl noch in diesem Jahr in die Erdatmosphäre stürzen und verglühen, hiess es von der Nasa. (dpa/bearbeitet von sav)