Bern | 21. August 2026

Die Rasensport-Initiative will den Mangel an Rasenplätzen in der Gemeinde Bern beheben. Die vorberatende Stadtratskommission unterstützt den Gegenvorschlag, der keine konkrete Kapazitätserhöhung vorsieht.

Die Rasensport-Initiative kommt voraussichtlich im Februar 2027 vors Berner Stimmvolk.

Die Rasensport-Initiative kommt voraussichtlich im Februar 2027 vors Berner Stimmvolk.Foto: Keystone

Die vorberatende Kommission des Berner Stadtrats hat sich knapp für den Gegenvorschlag zur Rasensport-Initiative ausgesprochen. Das Anliegen der Initianten hält sie für berechtigt, doch sei es nicht stufengerecht, die Zahl von 12’000 zusätzlichen Nutzungsstunden in der Gemeindeordnung aufzunehmen.

Das teilte die Kommission für Soziales, Bildung und Kultur (SBK) am Freitag mit. Der Entscheid fiel demnach mit einer knappen Mehrheit. Das exakte Stimmenverhältnis ist nicht bekannt. Die Kommission anerkennt den berechneten Zusatzbedarf an Rasensportfeldern bis ins Jahr 2030. Sie will dem Gemeinderat bei der Ausgestaltung aber den nötigen Spielraum belassen.

Wie steht es um die Verbindlichkeit?

Die Initiantin, die Stadtbernische Vereinigung für Sport, sieht es anders, wie sie bereits mehrfach betonte. Der Gegenvorschlag schaffe keine Verbindlichkeit und verpflichte die Stadt nicht, den Mangel innert einer bestimmten Frist zu beheben. Die Vereine bräuchten nach jahrelangem Warten Resultate statt Absichtserklärungen.

Folgt der Stadtrat der Empfehlung seiner vorberatenden Kommission, stimmt die Bevölkerung voraussichtlich im Februar 2027 über die Initiative und den Gegenvorschlag ab.