Armand Duplantis (26) bleibt das Maß aller Dinge im Stabhochsprung. Nur wenige Tage nach seinem vierten EM-Titel gewann der Schwede auch das Diamond-League-Meeting in Lausanne und sprach danach von einem Wettkampf, den er so noch nie erlebt hat.
Dabei stand diesmal nicht nur sein Sieg im Mittelpunkt. Auch sein griechischer Rivale Emmanouil Karalis (26) sorgte mit einer starken Leistung für einen außergewöhnlichen Abend.
Zwei Springer auf historischem Niveau
Mit übersprungenen 6,21 Metern sicherte sich Duplantis den Sieg und stellte gleichzeitig einen neuen Meetingrekord auf. Der Olympiasieger räumte jede Höhe im ersten Versuch ab, ehe er sich an 6,32 Metern versuchte. Der Angriff auf den eigenen Weltrekord blieb diesmal allerdings erfolglos – nach zwei Fehlversuchen war Schluss.
Dass der Wettkampf trotzdem in Erinnerung bleiben wird, lag vor allem am Gegner. Der Grieche übersprang starke 6,16 Meter, scheiterte anschließend knapp an 6,21 und 6,26 Metern und ist unter freiem Himmel nun die Nummer zwei der ewigen Bestenliste hinter Duplantis. Zuvor hatte er nach 6,01 Metern die Höhe von 6,11 Metern ausgelassen – ebenso wie der Schwede.
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Nach dem Wettkampf rückte Duplantis deshalb nicht seinen eigenen Sieg in den Vordergrund. „Das war der beste Stabhochsprungwettbewerb aller Zeiten“, freute sich Duplantis anschließend im Siegerinterview bei „SVT“ über die ambitionierten Versuche seines Kontrahenten, der seinen persönlichen Rekord von 6,17 Metern im Erfolgsfall um satte neun Zentimeter verbessert hätte.
Das Duell mit Karalis sei „fantastisch gewesen“, sagte der Überflieger aus Skandinavien: „Ich ziehe einfach nur meinen Hut vor Manolo. Es ist unglaublich.“

Emmanouil Karalis (r./26)
Foto: Denis Balibouse/REUTERS
Auch Karalis genoss den besonderen Abend: „Es war ein fantastischer Wettkampf. Ich war nah dran und hoffe, dass ich es in Zukunft schaffen werde. Die Stimmung ist gut, und ich hoffe, dass ich euch beim nächsten Wettkampf in Polen überraschen kann.“
Für Duplantis war der Sieg zugleich eine gelungene Antwort auf zuletzt ungewohnte Rückschläge. Nach seiner Niederlage in Stockholm – der ersten in der Diamond League nach fast drei Jahren und 40 Erfolgen – sowie Platz zwei in London meldete sich der Schwede eindrucksvoll zurück. Bereits am Sonntag wartet in Chorzów (Polen) die nächste Gelegenheit, seine Ausnahmestellung erneut zu untermauern.
In 6 Metern Höhe: Schock-Moment bei Stabhochsprung-Star
Quelle: Instagram @manolo21.08.2026