Endress+Hauser hat mit Yokogawa, Covestro und BASF einen großen herstellerübergreifenden Skalierbarkeitstest für Ethernet-APL durchgeführt. Dabei wurde die Validierung von Ethernet-APL auf komplexere und heterogenere Prozessautomatisierungsumgebungen ausgeweitet. Aufbauend auf früheren herstellerübergreifenden Tests erweitert die neue Konfiguration den Fokus von der Instrumentierungsdichte auf die Architekturvielfalt. Zum ersten Mal wurden ein Yokogawa Centum VP-Leitsystem (DCS) und das Asset-Management-System Plant Resource Manager (PRM) in eine groß angelegte Testumgebung auf Basis von Profinet über Ethernet-APL integriert, zusammen mit einer breiteren Kombination aus Feldgeräten, Switches und Netzwerkinfrastruktur.
Fokus auf die Skalierbarkeit der Architektur
Während frühere Tests die Ethernet-APL-Tauglichkeit unter Volllastbedingungen bestätigten, lag der Schwerpunkt diesmal auf der Skalierbarkeit in komplexeren Anlagenarchitekturen. Zusätzlich zur Validierung unter Spitzenlast wurde der Testumfang um einen mehrtägigen Langzeittest erweitert, in dem das Langzeitverhalten des Netzwerks unter realistischen Betriebsbedingungen bewertet wurde.
„Die erfolgreichen Ergebnisse dieses fünften groß angelegten Tests geben den Anwendern Vertrauen in die Reife, Skalierbarkeit und Flexibilität, die Ethernet-APL in realen, herstellerübergreifenden Architekturen bietet“, sagte Karl Büttner, Advanced Expert Product Management bei Endress+Hauser.
Die Testumgebung umfasste Multi-Ring-Ethernet-APL-Topologien, eine breite Palette an Infrastrukturkomponenten, herstellerübergreifende Systemintegration einschließlich DCS, Switches und Feldgeräten sowie die Validierung des Asset-Management-Zugriffs über mehrere Ringe hinweg durch Einsatz einer privaten VLAN-Architektur Erweiterte herstellerübergreifende Integration.
Die erfolgreiche Integration des Centum VP-Systems von Yokogawa erweitert die Bandbreite der validierten DCS-Umgebungen für Ethernet-APL. Gleichzeitig unterstreicht die Einbindung weiterer Infrastrukturkomponenten, darunter Ethernet-APL-Switches und übergeordnete Netzwerkelemente, die Interoperabilität innerhalb eines wachsenden Ökosystems.
Betreiberorientierte Validierung
Unter der Federführung von Covestro bei den Tests und dank der von BASF eingebrachten früheren Testerfahrungen haben nun zwei weltweit tätige Chemiekonzerne die Ethernet-APL-Technologie unter skalierbaren, realistischen Bedingungen aktiv validiert. Dies spiegelt das wachsende Interesse an Ethernet-basierter Feldkommunikation wider, um Digitalisierungsinitiativen zu unterstützen, die konsistenten Datenzugriff, Systeminteroperabilität und Transparenz über den gesamten Lebenszyklus hinweg erfordern.
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