Doom auf der DSLR und Parrs Vermächtnis – die Fotonews der Woche KW 34

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Dass „Doom“ auf so ziemlich allem läuft, was ein Display hat, ist in der Tech-Szene längst zum Insiderwitz geworden. Schwangerschaftstests, Taschenrechner, sogar Geldautomaten – alles musste schon mal für den Ego-Shooter herhalten. Jetzt hat es eine Canon EOS 550D erwischt und das Resultat ist erstaunlich gut spielbar.

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Das Titelbild der Ausgabe 03 2026 des Foto-Magazins c't Fotografie

(Bild: 

heise

)

Wenn die DSLR zum Gaming-Device wird

Ein Programmierer namens Lauris hat den Klassiker von 1993 tatsächlich auf einer Canon EOS 550D zum Laufen gebracht. Die Kamera stammt aus dem Jahr 2010, hat einen 3 Zoll kleinen Bildschirm und liefert dank der Open-Source-Firmware Magic Lantern genug Rechenpower für pixelige Dämonen. Gesteuert wird über die Kameraknöpfe und selbst Sound ist mit dabei (Youtube).

Natürlich wird niemand ernsthaft auf einer DSLR zocken. Trotzdem zeigt das Projekt, wie viel ungenutztes Potenzial in unseren Kameras schlummert. Und es führt vor Augen, dass Magic Lantern seit Jahren Funktionen freischaltet, die Canon selbst nie eingebaut hat. Wer noch eine alte 550D im Schrank liegen hat, kann sich die nötigen Dateien von GitHub ziehen – auf eigene Gefahr, wie das bei Custom-Firmwares eben so ist.

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Martin Parr bekommt sein Wandbild

Von digitalen Spielereien zurück zur analogen Fotokunst: New Brighton an der englischen Küste ehrt Martin Parr mit einem monumentalen Wandbild. Der Brite machte den Badeort in den 1980er-Jahren mit seiner Serie „The Last Resort“ weltberühmt – oder berüchtigt, je nachdem, wen man fragt. Seine knallbunten, schonungslosen Aufnahmen zeigten das britische Arbeitermilieu beim Vergnügen und nicht alle fanden das komisch.

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40 Jahre später würdigt die Stadt den Fotografen mit einem großformatigen „Mural“ an der Strandpromenade. Bemerkenswert ist das schon, denn Tourismuswerbung waren Parrs Bilder damals wahrlich nicht. Da gab es verschwitzte Leiber, Pommes-Fett und den ganzen ungeschönten Charme eines britischen Seaside-Resorts. Dass New Brighton heute stolz darauf ist, spricht vielleicht für den Humor der Stadt – oder dafür, dass einfach genug Zeit vergangen ist.

Die Martin Parr Foundation bietet aktuell übrigens signierte Ausstellungsposter von „The Last Resort“ an, für alle, die ein Stück Fotogeschichte an die Wand hängen möchten. Und wer wissen möchte, wie die Bilder damals entstanden sind, wird bei Magnum Photos fündig: Dort gibt es Kontaktbögen der Serie, die den Arbeitsprozess dokumentieren.

Quartalszahlen: Wer verdient was?

Weniger romantisch, für die Branche aber genauso relevant: Die großen japanischen Kamerahersteller haben ihre Quartalszahlen vorgelegt. Canon, Nikon, Sony und Fujifilm lassen in ihre Bücher blicken und das Bild fällt gemischt aus.

Bei Sony läuft es mit seinen Alpha-Kameras offenbar weiter rund (PDF), Canon profitiert von seiner breiten Produktpalette. Fujifilm punktet mit den X- und GFX-Systemen (PDF) und Nikon arbeitet sich durch den Übergang zur spiegellosen Ära.

Was die Zahlen ebenfalls verraten: Der Kameramarkt schrumpft weiter, aber langsamer als befürchtet. Die Hersteller haben gelernt, mit kleineren Stückzahlen und höheren Preisen zu kalkulieren. Ob das auf Dauer funktioniert, muss sich erst noch zeigen – kurzfristig geht die Rechnung aber offenbar auf.

Capture One hält die Stellung

Und dann wäre da noch die Bildbearbeitungs- und Bildverwaltungssoftware von Capture One, die mit Version 16.8.5 ein solides Update erhält. Neue Kameraunterstützung, Bugfixes, die übliche Pflege – nichts Weltbewegendes, aber genau das, worauf sich professionelle Anwender verlassen. Die Mobile-App springt auf Version 4.0, zu den Details hält sich die Firma allerdings bedeckt.

Während Adobe mit KI-Features nur so um sich wirft, bleibt Capture One seinem Kurs treu: solide Software für Fotografen, die die Kontrolle über ihre Bildbearbeitung behalten wollen. Ob das reicht, wenn die Konkurrenz künftig mit Ein-Klick-Lösungen lockt? Abwarten. Vorerst haben die Dänen jedenfalls eine treue Fangemeinde, die genau diesen Ansatz zu schätzen weiß.

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