Ein Weltrekord im Tieftauchen und eine neue Insel im Zürichsee – die besten Bilder aus Zürich und Umgebung

Eine Tierärztin taucht 70 Meter in die Tiefe, der Stäfner Stein wird zur Insel und Golfplätze sind trotz Dürre saftig grün – die Woche in starken Bildern von unseren Fotografinnen und Fotografen.

Lorenzo PetròRebecca Pfisterer Publiziert heute um 11:13 Uhr LinkedIn Link kopiert Error occurred Facebook Link kopiert Error occurred X Link kopiert Error occurred E-Mail Link kopiert Error occurred Link kopieren Link kopiert Error occurred

Drei Minuten volle Konzentration, dann taucht sie 70 Meter in die Tiefe des Zürichsees

Freitaucherin aus Herrliberg im Zürichsee, Weltrekordhalterin im Apnoetauchen, lächelnd im blauen Neoprenanzug

Foto: Sabine Rock

Vera Burkard taucht ohne Pressluftflaschen und ohne Flossen bis in 57 Meter Tiefe – und hält damit einen Weltrekord. Die 35-jährige Tierärztin aus Langnau am Albis stellte die Bestmarke in der Disziplin «Constant Weight No Fins» an den italienischen Meisterschaften am Gardasee auf. Im Zürichsee bei Herrliberg, wo sie regelmässig trainiert, taucht sie mit Flossen sogar bis auf 70 Meter. Apnoe sei kein Extremsport, betont Burkard: «Es hat nichts mit Adrenalin zu tun, sondern mit Entspannung.»

Chibi-Con in Winterthur: Wenn Fans zu Figuren werden

Cosplayerin als Charakter Usagi verkleidet in weissem Rüschenkleid und rosa Perücke an der Chibi-Con in Winterthur.

Foto: Christian Merz

Mutiger, kreativer, lebendiger: Simoné (46) schlüpft an Cosplay-Conventions in männliche Rollen und empfindet das als Befreiung. Der Gamer Stephan verkörpert bewusst einen Bösewicht, weil er nicht mit dem Strom schwimmen will. Die 15-jährige Ria hat als Furry ihre eigene Figur erfunden: Usagi, japanisch für Hase. Alle drei verbringen Hunderte Stunden mit der Herstellung ihrer Kostüme und präsentieren sich an der fünften Chibi-Con in Winterthur – einem Treffpunkt für Fans von Anime, Manga und Cosplay.

Wie vor 115 Jahren: Der Stäfner Stein wird zur Insel

Drohnenaufnahme des Stäfner Steins im Zürichsee bei Stäfa: Die Untiefe ragt bei niedrigem Wasserstand fast vollständig aus dem See.

Foto: Manuela Matt

Wegen des rekordtiefen Wasserstands hat sich der Stäfner Stein, ein Felsen vor Stäfa, in eine kleine Insel verwandelt. Ein ähnliches Phänomen gab es zuletzt im März 1909. Damals lag der Seepegel noch 19 Zentimeter tiefer als heute: Ein historisches Foto zeigt Ausflügler und Ausflüglerinnen, die mit Ruderbooten anlegten und auf der Kiesbank posierten. Das Eiland war seinerzeit rund 119 Meter lang und 27,5 Meter breit. Gemäss einer Chronik war 1674 der Pegel nochmals 18 Zentimeter tiefer.

43 Jahre, vier Zimmer, eine Wohnung: Angela Webers «Bohème»-Heimat im Kreis 6

Angela Weber steht in ihrer Jugendstil-Wohnung im Kreis 6 und hält ein gelbes Schild mit der Aufschrift «Willkommen in der kleinen Freiheit».

Foto: Clara Neugebauer

Seit 1983 lebt die pensionierte Lehrerin Angela Weber in derselben Vierzimmerwohnung an der Scheuchzerstrasse im Kreis 6 – für heute 1970 Franken im Monat. Die 76-Jährige blickt auf ein bewegtes Leben zurück: Aufgewachsen in bescheidenen Verhältnissen in Gossau, stand sie bald auf der Bühne des Schauspielhauses und fand mit 60 ihre grosse Liebe. 2027 muss sie vorübergehend ausziehen – die Sanierung des Hauses steht an.

Laugengipfeli, Caipirinha und Übernachten im Waldhaus Sils Maria

Micha Lewinsky, Drehbuchautor und Regisseur, sitzt im historischen Café & Conditorei 1842 in Zürich vor roter Wand.

Foto: Boris Müller

Micha Lewinsky, Schriftsteller und Regisseur aus Zürich, hat klare Vorstellungen von einem gelungenen Wochenende: ein ausgedehntes Frühstück mit Laugengipfeli von der Bäckerei Jung am Röschibachplatz, gelegentlich ein leichter Kater, und Wassermelonensalat mit Biofeta, Minze und mexikanischer Gewürzmischung. Sein Lieblingsgetränk ist der Caipirinha – den er eigenen Angaben zufolge viel zu selten trinkt. Als Hoteltipp empfiehlt er das Waldhaus Sils Maria – wofür man allerdings ein Jahr sparen sollte.

Trockene Wiesen, grüne Golfplätze: Die meisten Clubs schweigen über ihren Wasserverbrauch

Luftaufnahme des Golfplatzes Zumikon: Satte grüne Greens im Kontrast zu trockenen, ausgedörrten Feldern daneben.

Foto: Manuela Matt

Während Flüsse Tiefststände verzeichnen und Bauern mangels Futter Tiere früher schlachten müssen, bleiben Zürcher Golfplätze vielerorts saftig grün. Der Dolder Golfclub gibt auf seiner Website an, die Bewässerungsanlage laufe «auf Hochtouren» – rund 14 Stunden täglich. Grünen-Präsidentin Lisa Mazzone fordert nationale Regeln für die Wassernutzung. Eine kantonsweite Sparpflicht gibt es in Zürich jedoch nicht. Die meisten angefragten Clubs verweigern jegliche Auskunft zu ihrem Verbrauch.

Unterwegs mit Sozialarbeitenden zu den Brennpunkten des Drogenkonsums in Zürich

Rundgang mit der SIP von der Gesnerallee  über die Schanzengrabenpromenade zum HB.

Foto: Boris Müller

Die Zürcher Drogenszene hat sich verändert: Crack hat die Lage verschärft, immer mehr Auswärtige konsumieren im öffentlichen Raum, viele sind erst um die 20 Jahre alt. Janika Müller und Mehmet Uzun arbeiten bei der Sip Züri und patrouillieren täglich an den Brennpunkten der Zürcher Drogenszene – am Schanzengraben, beim Gleis 3 des Hauptbahnhofs und auf der Bäckeranlage. Sie sprechen mit Süchtigen, weisen auf Anlaufstellen hin und sorgen dafür, dass die Szene den öffentlichen Raum nicht dominiert.

Zwei Jahre warteten sie auf ihr Badichäschtli – jetzt ist die Freude gross

Svenja und ihre Mutter Tanja mit ihrem Badichäschtli im Strandbad Küsnacht, umgeben von Umkleidekabinen im Sonnenlicht.

Foto: Sabina Bobst

Der erlösenden Anruf kam als Canja Cvetko aus Küsnacht an der Arbeit war: Die Familie hat endlich einen Saison-Chäschtli im Strandbad Küsnacht erhalten. «Es ist wie ein Sechser im Lotto», sagt sie. Zwei Jahre standen die vier auf der Warteliste der Gemeinde. Nun lagern im Schrank Sonnencreme, Badetücher, ein Ping-Pong-Set – und ein Sonnenschirm, denn der sei in der Badi Mangelware.

Zürich testet die Grenzen der Technik im Innovationspark in Dübendorf

SwissLoop-Hyperloop-Pod mit Schweizer Kreuz und Aufschrift «UA WÄLTI» auf der Teststrecke an der Scientifica in Dübendorf, umgeben von begeistertem Publikum.

Foto: Enzo Lopardo

Hyperloop-Kapseln, autonome Renndrohnen und Gewebezüchtung in Schwerelosigkeit: Am Wissenschaftsfestival Scientifica im Innovationspark Dübendorf präsentierten ETH und Uni Zürich am Samstag Forschung zum Anfassen. Bis zum Abend verzeichneten die Organisatoren nach eigenen Angaben gegen 10’000 Besucherinnen und Besucher.

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