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Vater lässt 7-Jährigen alleine auf dem Fuji zurück
Weil der Junge müde war, ging der Vater ohne seinen Sohn weiter. Der Kleine harrte mehrere Stunden auf über 2000 Metern Höhe aus, bevor er entdeckt wurde.
Publiziert: 23.08.2026, 21:00 LinkedIn Link kopiert Error occurred Facebook Link kopiert Error occurred X Link kopiert Error occurred E-Mail Link kopiert Error occurred Link kopieren Link kopiert Error occurred
Der Fuji ist mit 3776 Metern der höchste Berg Japans.
Foto: Tomohiro Ohsumi (Getty Images)
Den Gipfel des Fuji, dem höchsten Berg Japans, zu erreichen, schien einem Mann aus der Grossstadt Nagoya sehr wichtig zu sein. So wichtig, dass er dafür seinen siebenjährigen Sohn in über 2000 Metern Höhe alleine am Berg zurückliess, als dieser vor Müdigkeit nicht mehr weiterlaufen wollte. Das berichtet das Portal «Japan Today».
Der 48-Jährige war demnach am vergangenen Donnerstagmorgen mit dem kleinen Jungen und dessen älterem Bruder auf dem Fujinomiya-Trail unterwegs. Etwa an der sechsten von zehn Stationen auf dem Weg zum Gipfel wurde der jüngere Sohn quengelig und beschwerte sich, dass er müde sei. Anstatt eine längere Pause einzulegen oder gar umzudrehen, soll der Vater den Jungen angewiesen haben, zu warten, während er mit dem älteren Sohn weiter ging.
Wetter auf Fuji schlägt schnell um
Um etwa 7.40 Uhr entdeckte ein Mitarbeiter einer nahe gelegenen Berghütte das Kind, das auf einer Bank sass. Der Mitarbeiter holte den Jungen in die Hütte und kontaktierte die Polizei. Diese machte den Vater zwei Stationen weiter ausfindig und wies ihn an zurückzukehren.
Wie lange der Junge zu diesem Zeitpunkt bereits alleine gewartet hatte, ist unklar. Allerdings ist es laut der offiziellen Website für den Aufstieg auf den Fuji vom Ort, wo der Kleine zurückgelassen wurde, bis zur achten Station eine dreistündige Wanderung. Bis zum Gipfel wären es gar fünf Stunden, wieder runter etwas mehr als zweieinhalb – alles ohne Pausen. Der Junge hätte also mindestens siebeneinhalb Stunden auf seinen Vater und seinen Bruder warten müssen. Dies auf einem Berg, auf dem sich die Wetterbedingungen sehr schnell ändern können.
Der Vater wurde daher von der Polizei gerügt, als er sein Kind in Empfang nahm. Es sei nicht akzeptabel, ein Kind alleine zurückzulassen. Auch wenn das bedeute, dass man den Aufstieg abbrechen müsse. Das sah offenbar auch der Vater ein. Er habe eine vorschnelle Entscheidung getroffen und bereue dies zutiefst, sagte er laut «Japan Today».
Bergsteigen am Fuji
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