OpenAI hat am 22. August 2026 ein neues Plug-in für ChatGPT Work und Codex veröffentlicht, das die direkte Interaktion mit iMessages auf dem Mac ermöglicht.

Diese Integration erlaubt es der künstlichen Intelligenz, Nachrichten zu lesen, zu verfassen und Antworten zu versenden, sofern die Hardware auf Apple-Silicon-Prozessoren basiert. Die Erweiterung zielt darauf ab, den Arbeitsfluss zu optimieren, indem der Wechsel zwischen verschiedenen Anwendungen reduziert wird.

Fokus auf lokale Datenverarbeitung und Systemsicherheit

Die neue Funktion ist seit dem 20. August 2026 für Nutzer aller ChatGPT-Pläne zugänglich, bleibt jedoch technisch an spezifische Voraussetzungen gebunden.

Die Nutzung ist ausschließlich auf Macs mit Apple-Chips beschränkt; eine Unterstützung für Intel-basierte Geräte, mobile Endgeräte oder die Nutzung über das Web sowie die Befehlszeilenschnittstelle (CLI) ist nicht vorgesehen. Technisch greift das Plug-in auf AppleScript und die Barrierefreiheitsfunktionen (Accessibility) des Betriebssystems macOS zu.

Damit das Plug-in ordnungsgemäß funktioniert, müssen Anwender dem System den sogenannten „Full Disk Access“ sowie Berechtigungen für den Zugriff auf Kontakte erteilen.

OpenAI betont dabei den Schutz der Privatsphäre: Die Verarbeitung der Nachrichten von iMessage, SMS und RCS erfolge vollständig lokal auf dem jeweiligen Endgerät. Es werde kein Index der Daten erstellt, wodurch sichergestellt werden soll, dass die Informationen das Gerät des Nutzers nicht verlassen.

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Funktionsumfang und Steuerung des NachrichtenversandsLesen Sie auch:MacBook Air M4 13″: Amazon senkt Preis auf 999 Dollar

Die Integration bietet vielfältige Möglichkeiten zur Verwaltung der täglichen Kommunikation. Nutzer können mithilfe der KI nach bestimmten Informationen in ihren Chatverläufen suchen, sich Zusammenfassungen zum Aufholen verpasster Gespräche erstellen lassen oder komplexe Antworten formulieren.

Ein wesentliches Merkmal der Steuerung ist die Sicherheitsabfrage beim Nachrichtenversand. Jede durch die KI erstellte Nachricht erfordert im Standardmodus eine manuelle Bestätigung durch den Nutzer, bevor sie tatsächlich abgeschickt wird. Es besteht jedoch die Möglichkeit, für einzelne Chats die Option „Always allow“ zu wählen. Dies ermöglicht einen automatisierten Versand ohne weitere Rücksprache, was jedoch im Hinblick auf den Datenschutz und die Kontrolle über die Kommunikation kritisch bewertet werden kann.

Rechtliche Spannungen im Umfeld der Veröffentlichung

Trotz der technologischen Annäherung durch das Plug-in ist das Verhältnis zwischen den beteiligten Unternehmen belastet. Im Juli 2026 hat Apple eine Klage gegen OpenAI eingereicht, in der dem Unternehmen der Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen vorgeworfen wird. Die Einführung der neuen iMessage-Funktionalität erfolgt somit inmitten einer Phase juristischer Auseinandersetzungen über geistiges Eigentum.

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Frühe Tester der Anwendung berichten derweil von einem flüssigen Workflow und einer effektiven Einbindung der Messaging-Dienste in den digitalen Arbeitsalltag. Die lokale Ausführung wird dabei als entscheidender Vorteil für die Performance und die Einhaltung von Sicherheitsvorgaben hervorgehoben.

Da die Funktion ausschließlich für macOS zur Verfügung steht, müssen Anwender sie manuell in den Einstellungen aktivieren, um den Zugriff auf ihre lokalen Nachrichtenarchive freizugeben.