Der Sport-Tag
24. August 2026
09:08 UhrDeutscher Nachrücker verpasst größten Karriereerfolg haarscharf
Als Nachrücker ins größte Finale seiner Karriere: Tennisprofi Constantin Frantzen ist beim Masters in Cincinnati in das Endspiel der Doppel-Konkurrenz gestürmt, musste sich dort aber knapp geschlagen geben. An der Seite des Niederländers Robin Haase verlor der Augsburger im ersten Masters-Finale seiner Laufbahn gegen die Brasilianer Rafael Matos/Orlando Luz 4:6, 6:3, 7:10.
Frantzen und Haase waren nur aufgrund einer kurzfristigen Absage als Nachrücker in das Feld gelangt, dort begann der Siegeszug. Am Ende kassierten beide je 123.935 Dollar (ca. 106.000 Euro). Zum Vergleich: Als Einzelspieler hat der 28 Jahre alte Frantzen in diesem Jahr bislang ganze 790 Dollar verdient.
Der in Düsseldorf geborene Frantzen ist ein echter Doppelspezialist: In der Weltrangliste belegt er aktuell den 41. Rang, im Einzel ist seine beste Platzierung dagegen der 1226. Rang im Jahr 2023. Seinen bislang einzigen Turniersieg hatte er 2025 in Chengdu geholt – ebenfalls an der Seite von Haase.
08:07 Uhr»Stimme des Reitsports»: Legendärer Kommentator Sostmeier kündigt Karriereende an
Deutschlands bekanntester Pferdesport-Journalist plant das Ende seiner Karriere. Für den «Pferdeflüsterer» Carsten Sostmeier war die Weltmeisterschaft in Aachen ein Schlusspunkt. «Das ist meine letzte WM», bestätigte der Reit-Reporter der ARD gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.
«Ich denke, dass ich mit Aachen den vorzüglichsten Abschluss haben konnte», sagte der 66 Jahre alte Kult-Kommentator. «Wenn man neun Weltmeisterschaften hinter sich hat und überlegt, dass man bei der 10. dann schon 70 Jahre alt wäre, dann entscheide ich jetzt mal als Reiter Sostmeier für das Pferd Sostmeier», sagte der Reporter, der die bildreiche Sprache liebt und dafür vom Großteil des Publikums geschätzt wird.
Von professionellen TV-Kritikern und von Internet-Nutzern wurde er vor allem während der Olympischen Spielen in Paris als «Pferdeflüsterer» gefeiert. Sostmeier, der sich selbst auf seiner Internetseite als «Stimme des Reitsports» bezeichnet, polarisiert aber auch, weil seine Kommentierungen oft ein «Ritt auf der Rasierklinge» seien, wie er es selbst ausdrückte.
Ein letztes großes Ziel hat Sostmeier noch: Olympia in Los Angeles. «Ich merke, wie das alte Pferd mit den Hufen scharrt und die Olympischen Spiele noch im Auge hat», sagte der Reitsport-Reporter. «Das wäre für mich ein großartiger Traum, wenn dieser Wunsch in Erfüllung gehen könnte.» Die ARD muss ihn dafür 2028 wieder in den Olympia-Kader berufen.
07:16 UhrDFB-Profi nagelt Freistoß aus 30 Metern in den Winkel
Der 1.FSV Mainz 05 lässt dem VfB Krieschow im DFB-Pokal keine Chance und setzt beim kleinsten Pokal-Gastgeber aller Zeiten früh ein Ausrufezeichen. Ein Mainzer Angreifer trifft gleich mehrfach, Nationalspieler Nadiem Amiri erzielt ein Traumtor.
DFB-Profi nagelt Freistoß aus 30 Metern in den Winkel
06:54 UhrMick Schumacher überzeugt bei großer Trump-Show
Mick Schumacher hat in den Straßen von Washington eines seiner besten Ergebnisse im IndyCar eingefahren und die Top 10 nur knapp verpasst. Der 27-Jährige landete auf dem elften Rang, stärker war er in seiner ersten Saison in Nordamerika bislang nur einmal: Mitte Juli wurde Schumacher in Nashville Achter.
In der Hauptstadt lieferte der Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher in einem gerade gegen Ende turbulenten Rennen eine starke Vorstellung und machte zahlreiche Positionen gut. Gestartet war er im Honda des Teams Letterman Lanigan Racing (RLL) nach einem schwachen Qualifying und einer Motorenstrafe nur von Rang 24.
Das Rennen in der Hauptstadt war eine einmalige Angelegenheit, US-Präsident Donald Trump hatte die Veranstaltung mit den Machern der Serie geplant und per Erlass verfügt. Sie bildete den Abschluss der Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten, die Mitte Juni mit Käfigkämpfen am Weißen Haus begonnen hatten. Trump drehte vor dem Start des «Freedom 250» eine Runde in seiner gepanzerten Limousine, anschließend begann das Rennen, das an Sehenswürdigkeiten wie dem Kapitol und den Smithsonian-Museen vorbeiführte.
06:17 UhrIrres Pokalspiel: Jeddeloh II zerlegt Heidenheim in 7-Tore-Spektakel
Der SSV Jeddeloh II gerät gegen Heidenheim zunächst in Rückstand, antwortet aber furios und schreibt DFB-Pokal-Geschichte. Der Viertligist nutzt die Schwächen des Favoriten eiskalt aus – und sorgt mit einer Tor-Gala für die Sensation des Tages.
Irres Pokalspiel: Jeddeloh II zerlegt Heidenheim
05:55 UhrLiverpool-Elfer in der 99.: Deutscher Trainer schiebt Schiri-Frust
Newcastle Uniteds neuer Coach Matthias Jaissle hat nach dem 2:2 gegen den FC Liverpool mit dem späten Elfmeterpfiff vor dem Ausgleich gehadert. «Für mich war das kein Elfmeter. Es war eine sehr weiche Entscheidung. Wenn man so etwas pfeift, werden wir sehr, sehr viele Elfmeter sehen», sagte der deutsche Trainer, der ein Traum-Debüt in der Premier League nur knapp verfehlte.
Was war passiert? Der bis dahin glänzend spielende Newcastle-Verteidiger Lewis Hall brachte in der Nachspielzeit (90.+6) Liverpools Víctor Muñoz im Strafraum zu Fall. «Ich glaube nicht, dass Lewis etwas anderes hätte machen können. Er kann sich auf dem Spielfeld ja nicht einfach in Luft auflösen», übte Jaissle Kritik an der Entscheidung von Schiedsrichter Stuart Attwell.
Den Strafstoß verwandelte der Ex-Leipziger Dominik Szoboszlai souverän und wendete einen Fehlstart der Reds unter dem neuen Coach Andoni Iraola, der auf Arne Slot folgte, gerade noch ab.