Bei Microsoft lief es in den letzten 18 Monaten in Bezug auf regelmäßige Updates für Windows 11 alles andere als rund. Mehrfach haben Aktualisierungen für die User mehr Probleme auf ihren Geräten eingeschleppt, als dass sie wirklich geholfen haben. Die Liste ist lang und reicht von langsamem Internet bis hin zu Bootloops. Kein Wunder also, dass sich bei vielen Nutzerinnen und Nutzern die Gewohnheit eingebürgert hat, erstmal ein paar Tage oder sogar Wochen abzuwarten, bis sie auf den Update-Knopf drücken. Doch das sollten sie sich nun noch einmal überlegen, sagt Microsoft. Denn Angreifer setzen zunehmend auf KI und können damit Exploits für bekannte Schwachstellen in kurzer Zeit entwickeln. Wer Updates zu lange aufschiebt, erhöht somit das Risiko erheblich.
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Microsoft rät zur Eile bei Updates
Zu diesem Thema hat Microsoft einen Blogbeitrag mit Video-Kommentar von Jeremy Chapman, seines Zeichens Director von Microsoft 365, veröffentlicht. Demnach könnten Verzögerungen von rund zwei Wochen Angreifern genug Zeit geben, Sicherheitslücken gezielt auszunutzen. Der Konzern rät deshalb zu klaren Fristen. Qualitätsupdates mit Sicherheitskorrekturen sollten spätestens nach drei Tagen installiert sein. Idealerweise erfolgt die Installation bereits innerhalb eines Tages, mit einer zusätzlichen Nachfrist von maximal zwei Tagen. Besonders Unternehmen, die üblicherweise zu den Hauptzielen von Cyberkriminellen gehören, sollten Updates zeitnah ausrollen.
Neue Tools für schnelle Aktualisierungen
Zur Unterstützung erweitert Microsoft seine Managementwerkzeuge. In Windows Autopatch innerhalb von Microsoft Intune gibt es neue Berichte, die zeigen, welche administrierten Geräte noch ungepatcht sind. IT-Abteilungen können so schneller reagieren und Richtlinien anpassen. Auch andere Tools wie Windows Server Update Services oder der Configuration Manager lassen sich für solche Vorgaben einsetzen. Zusätzlich empfiehlt Microsoft den Einsatz von Hotpatches, sofern verfügbar. Damit lassen sich Updates im laufenden Betrieb auch ohne Neustart installieren. Ergänzend rät Microsoft, dass Geräte ohne aktuelle Sicherheitsupdates keinen Zugriff auf Unternehmensressourcen erhalten sollten.
Leichtere Updates, aber kein Grund für Eile
Damit erleichtert Microsoft zwar das Patchen von PCs, vorwiegend für Unternehmen. Die Verfügbarkeit von Aktualisierungen ist aber für viele private und professionelle Anwenderinnen und Anwender gar nicht so sehr das Hindernis im Vergleich zur Qualität der Aktualisierungen. Denn ein Update, das zwar schnell installiert werden kann, danach aber für mehrere Tage und Wochen Probleme bei Arbeit und Unterhaltung sorgt, dürfte für die User ein größeres Risiko darstellen. Microsoft hat zwar versprochen, künftig einen stärkeren Fokus auf die Qualitätssicherung zu legen. Das Vertrauen müssen sich die Redmonder jedoch erst einmal wieder zurückgewinnen und auch die letzten Patchdays sind nie ganz ohne Komplikationen vorübergegangen. Es bleibt zu hoffen, dass Microsoft im Rahmen seines Windows-K2-Programms und mit dem kommenden Systemupdate 26H2 der Befreiungsschlag gelingt und Aktualisierungen bald wieder ohne Risiko zu installieren sind.