Die Geschichte von «Aqualung»
Der Grund, warum «Aqualung» ein Lied ist, das einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat, liegt darin, dass es in düstere und tiefgründige Themen eintaucht. Das Lied wurde von Ian Anderson und seiner ersten Frau Jennie komponiert und erzählt die Geschichte eines Obdachlosen, der wegen seines heiseren Atemgeräuschs, das wie ein altes Tauchgerät klingt, «Aqualung» genannt wird.
Der Song des 1971 veröffentlichten Albums gleichen Namens schildert das menschliche Elend und kritisiert gleichzeitig die religiöse Heuchelei. Anderson nutzt diese gefallene Figur, um so schwere Themen wie Verlassenheit, Einsamkeit und das Überleben am Rande der Gesellschaft zu erforschen.
Die knarrende Gitarre von Martin Barre – dessen Solo in der Leserumfrage der 100 größten Gitarrensoli von Guitar World auf Platz 25 landete – und Andersons kratzige Stimme verbinden sich hier zu einer unheimlichen und zugleich ergreifenden Atmosphäre, einem Signature Sound, der diesen Titel in den Rang eines Klassikers erhoben hat.
Es dauerte 50 Jahre, aber Jethro Tull veröffentlichten 2021 dann auch endlich mal ein animiertes Musikvideo unter der Regie von Sam Chegini.