Unser Testgerät des Vivo X Fold6 stammt aus China und zeigt damit auch einige Besonderheiten, die für internationale Käufer relevant sind. Die Hardware ist zwar weitgehend auf High-End-Niveau, bei Konnektivität und Software gibt es jedoch Unterschiede, die je nach Markt entscheidend sein können.
Ein auffälliger Punkt ist das fehlende 6-GHz-WLAN. Das X Fold6 unterstützt zwar Wi-Fi 7 und kann damit hohe Übertragungsraten erreichen, auf das zusätzliche Frequenzband müssen Nutzer der chinesischen Variante jedoch verzichten. Im Alltag dürfte das nur in entsprechend ausgestatteten Netzwerken auffallen, für ein aktuelles High-End-Smartphone ist der fehlende Support dennoch ungewöhnlich.
Auch eSIM wird von unserem chinesischen Modell nicht unterstützt. Gerade bei einem internationalen Premium-Smartphone ist das ein Nachteil, da eine eSIM beispielsweise auf Reisen die Nutzung lokaler Mobilfunktarife erleichtert. Für die globale Variante ist es allerdings gut möglich, dass Vivo diese Funktion freischaltet beziehungsweise entsprechende Hardware integriert.
Unklar ist derzeit außerdem, welche Speichervarianten international angeboten werden. In China ist das X Fold6 mit 12 GB RAM und 256 GB Speicher bis hin zu 16 GB RAM und 1 TB Speicher erhältlich. Welche Kombinationen davon tatsächlich global verfügbar sein werden, dürfte vom jeweiligen Markt abhängen.
Auch bei der Software bleibt ein Fragezeichen. Für die globale Version sind andere Rahmenbedingungen bei System und Update-Versorgung zu erwarten. Hier gehen wir davon aus, dass es die gleiche Versorgung wie die anderen Premium-Smartphones von Vivo erhält: 5 Jahre Major-Updates und 7 Jahre Sicherheitspatches. Gerade bei einem derart teuren Smartphone ist eine langfristige Update-Garantie wichtig. Vivo hat hierzu bislang keine konkreten Angaben gemacht. Außerdem sind auch Google und Gemini in der China-Version nicht so tief ins System implementiert.
Das chinesische Vivo X Fold6 (hier bei Trading Shenzhen kaufen) zeigt damit, wie viel moderne Foldable-Hardware leisten kann, macht aber auch deutlich, dass die Herkunftsversion nicht zwangsläufig dem entspricht, was internationale Käufer bekommen. Wer das Gerät importiert, sollte deshalb genau prüfen, welche Funktionen unterstützt werden. Besonders bei eSIM, WLAN und Software können Unterschiede zur späteren globalen Version entscheidend sein.
Daniel Schmidt – Managing Editor Mobile – 993 Artikel auf Notebookcheck veröffentlicht seit 2013
Bereits als kleiner Zwerg fesselte mich mein Commodore 16 und entfachte meinen Enthusiasmus für Computer. Mit meinem ersten Modem surfte ich im Btx und später auch im World Wide Web. Die neuesten Techniktrends haben mich von jeher gefesselt und das gilt vor allem auch für mobile Geräte, wie Smartphones und Tablets. Für Notebookcheck bin ich seit 2013 am Ball und habe zeitweise ebenfalls für Notebookinfo.de geschrieben. Ich freue mich auf die Neuerungen, die noch kommen und wir für Sie auf Herz und Nieren testen werden. Privat vertreibe ich mir die Zeit mit Fotografie, Grillen und meiner Familie.