
Natalie Harp verehrt Donald Trump über alle Massen. Das zeigen gelöschte Tweets von ihr, die die CNN veröffentlicht hat.Bild: www.imago-images.de
Natalie Harp, die persönliche Beraterin des US-Präsidenten, verehrt ihn über alle Massen. Das zeigen gelöschte Tweets, die CNN veröffentlicht hat.
23.08.2026, 09:2823.08.2026, 09:28
Lange hat sie Donald Trump im Hintergrund zugedient als für die Öffentlichkeit unsichtbare Assistentin. Seit ungefähr einer Woche aber ist Natalie Harp in aller Munde.
Die 34-jährige politische Beraterin pflegt einen engen, ja fast intimen Umgang mit dem US-Präsidenten. Nach Einschätzungen verschiedener US-Medien steht sie ihm näher als manche seiner Regierungsmitglieder.
Harp verehrt Trump bedingungslos und sieht in ihm so etwas wie einen religiösen Anführer. Das wird aus Tweets ersichtlich, die CNN veröffentlicht hat.
Harp selbst hatte die Nachrichten gelöscht. Besonders aufschlussreich sind jene, die sie am 6. Januar 2021 – also an dem Tag, an dem Trump-Supporter das Kapitol stürmten – publizierte.

Am 6. Januar stürmte ein wütender Mob-Trump-Anhänger das Kapitol.Bild: keystone
«Heute ist Washington Trumpland», twitterte Harp und garnierte die Nachricht mit nicht weniger als zwölfmal dem Satz: «Kämpfen für Trump!»
Gleichentags verbreitete Harp die Verschwörungserzählung, wonach die Präsidentschaftswahl, bei der Donald Trump Joe Biden unterlag, gestohlen worden sei. «Stop the Steal», twitterte Harp in Grossbuchstaben.
Und als sich der Kongress dagegen aussprach, das Wahlresultat in Arizona nochmals zu überprüfen, twitterte Harp enttäuscht: «Vielleicht ist Amerika nicht mehr Amerika, aber Gott bleibt Gott. Hört nicht auf zu glauben.»
«Trump möchte verehrt werden»
Es war nicht das erste Mal, dass Harp Donald Trump fast schon als Heiligenfigur verehrt. «Räche, Donald Trump, mein Gott, und verteidige seine Sache gegen sein untreues Volk», schrieb Harp in Anlehnung an einen Psalm schon im Jahr 2019. Und weiter: «Ich danke Gott jedes Mal, wenn ich an dich denke.»
Für den Professor für Politikwissenschaften David B. Cohen ist es alles andere als ungewöhnlich, dass sich Trump mit Menschen umgibt, die ihn quasi religiös verehren.
«Ihm gefällt das. Er lässt sich nicht gerne hinterfragen», sagt Cohen gegenüber CNN. «Er möchte verehrt werden und Harp tut das ganz offensichtlich.»
(her)