Was auf den ersten Blick kaum zusammengehört, wird bei Marc Taschowsky zum Kunstwerk. Seine ebenso bunte wie eigenwillige Ausstellung im Künstlerhaus sorgte schon bei der Vernissage für viel Neugier.

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Hooksiel –
Ein altes Telefon oder ein Rennradsattel als Kopf eines Kunstwerks? Dass das starke Ergebnisse bringen kann, zeigt Marc Taschowsky in der Ausstellung mit dem Titel „Spielereien“ im Künstlerhaus Hooksiel.

Begeistert zeigte sich da am Sonntag zur Vernissage Bürgermeister Mario Szlezak von dieser ebenso bunten wie spannenden Vielfalt, aber auch von dem großen Andrang an Kunstinteressierten. Die ließen sich durchweg von der Faszination einfangen, die nicht nur die Objekte vom „Orangen Hund“ – Körper ein Reservekanister, Kopf ein Tastentelefon – bis zum „Roadrunner“ ausübten, sondern auch die großflächigen Gemälde und die kleinen Porträts.

Von Pop-Art inspiriert

Das habe schon Neugierige während der Hängung sofort gefesselt und ein Auslöser sei sicher die spezielle Ausrichtung Taschowskys, der an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig studiert hat und seit 2002 als freischaffender Künstler in Berlin lebt. „Täuscht dieser erste Eindruck, dass du ein Kind der Pop-Art bist?“, wollte Künstlerhausleiterin Renate Janßen-Niemann da zur Eröffnung wissen.

Aus Alltagsgegenständen entstehen ungewöhnliche Figuren – wie Marc Taschowskys „Roadrunner“.

Aus Alltagsgegenständen entstehen ungewöhnliche Figuren – wie Marc Taschowskys „Roadrunner“.

Neugierde bei seinen Kunstwerken aber ist der 54-Jährige aus seinen vielfachen Ausstellungen gewohnt und so gestaltete er seine Einführungsrede ironisch und mit allerlei satirischen Spitzen versehen als Frage-und-Antwort-Spiel. Pop-Art sei ein Phänomen der 60er- bis 80er-Jahre gewesen, allerdings hätten ihn Meister wie Roy Lichtenstein oder Andy Warhol durchaus als große Vorgänger inspiriert.

Und ja, er möge Comics, er male sie aber nicht. Zugleich lasse er sich von sehr vielem inspirieren, quasi von Biene Maja bis Heidi Klum – wie unschwer unter den 59 „Köpfen“ zu erkennen ist. Seine Gemälde male er in Öl und wenn das nicht so direkt auffalle, dann wegen seiner sehr eigenen Technik: „Die wirken so matt wegen der starken Verdünnung der Farbe, damit diese gewollt verläuft.“

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Kunst mit Humor

Nicht ernst nehmen kann er Fragen wie die, ob er davon leben könne. Entsprechend satirisch spitz die Antwort: „Ja, aber ich verrate nicht wie!“ Und dann entspannen sich viele interessierte Gespräche mit ihm, denn dieser Künstler ist in seinen Werken so speziell und interessant wie in seinem Schaffen. Die Ausstellung dazu ist nun bis zum 20. September dienstags bis sonntags jeweils von 14 bis 18 Uhr zu besichtigen.

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