Viel Glas und auch Geschirr holte Alex (18) am Samstag aus der Aare.20min

60 Abfalltaucherinnen und Abfalltaucher haben am Samstag in der Aare in Solothurn rund 3 Tonnen Güsel geborgen.Darunter befanden sich 25 Velos, Ölfässer, Strassenschilder, Glasflaschen sowie Portemonnaies und Kreditkarten.Laut Vizepräsident Andi Fäh bräuchte es drei weitere Tage, um den Bereich vollständig zu säubern.

Küchenmesser, Glasflaschen oder Velos: In der Aare in Solothurn türmt sich eine Abfallhalde. Mehrere Stunden lang am Samstag räumen 60 Abfalltaucherinnen und Abfalltaucher den Fluss auf. Einer von ihnen ist der Aargauer Alex (18).

«Ich freue mich darauf, etwas Gutes für die Umwelt zu tun», sagt er. Normalerweise taucht er zwischen Korallenriffen, heute nach Abfall.

Besonders herausfordernd war die trübe Sicht aufgrund des kürzlichen Regens. «Als ich meine Hand vor mir ausstreckte, sah ich sie nicht mehr», so Alex. Die Strömung zog und der schlammige und schlickige Grund machte es schwer, nach dem Abfall zu greifen.

«Jede Sekunde eine Glasflasche»

«Ich habe jede Sekunde eine kaputte und spitzige Glasflasche hochgetaucht – neben Geschirr wie Löffel und Messer», so Alex. Dank seiner Arbeit ist die Aare in Solothurn nun ein wenig sauberer.

Für Alex ist es unverständlich, warum «Menschen ihren Schrott» ins Gewässer werfen oder dort entsorgen»: «Das macht mich traurig – ich bin noch jung und sehe mit eigenen Augen, wie viel Müll auf dem Flussgrund liegt und so in unserem Ökosystem ist.» Der 18-Jährige appelliert an die Menschheit: «Schmeisst nichts ins Wasser!»

3 Tonnen Güsel innert wenigen Stunden

Andi Fäh, Vizepräsident Abfalltaucher Schweiz, blickt erstaunt auf den mit Müll gefüllten Container: «Die Taucher haben schätzungsweise 3 Tonnen Material aus der Aare geborgen», sagt er. Dabei seien 25 Velos, Strassen- und Autoschilder, Ölfässer, Baustellenmaterial, Angelzubehör sowie Portemonnaies und Kreditkarten zum Vorschein gekommen.

«Um den abgetauchten Bereich von 500 Metern jedoch so richtig zu säubern, müsste man noch drei weitere Tage investieren», so Fäh. Am Clean-up-Day in Solothurn waren die Abfalltaucher mit dem Tauchclub Solothurn mit insgesamt über 100 Menschen im Einsatz.

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Fabienne Gnos (fgn), Jahrgang 2002, arbeitet seit Februar 2026 bei 20 Minuten. Sie ist Praktikantin im Ressort Bern.