Seine Reise beginnt in Albstadt, genau dort also, wo der düstere Streifen unter erschwerten Bedingungen während der Corona-Pandemie entstanden ist. Gleich an drei Abenden dreht sich im Ebinger Capitol-Kino alles um „Vexier“, ehe der Psychothriller dann ins reguläre Programm aufgenommen wird. Von Donnerstag, 26. Februar, bis Samstag, 28. Februar, finden rund um die „Vexier“-Vorstellungen (jeweils ab 19.30 Uhr) Filmgespräche mit namhaften Gästen, Kurzfilmpräsentationen und Get-together-Veranstaltungen im Kino statt.
Eventtage im Ebinger CapitolWir verlosen 5 x 2 Tickets
„Vexier“, der düstere Psychothriller mit Drehorten in Albstadt und Umgebung, kommt ins Kino. Die Spielzeit beginnt mit drei Eventtagen am 26., 27. und 28. Februar im Ebinger „Capitol“. Wir verlosen 5 x 2 Tickets, die an einem der drei Abende eingelöst werden können. Die Gewinner werden am Dienstag, 24. Februar per Mail benachrichtigt. Hier geht es direkt zum Gewinnspiel. Viel Glück!
Am Donnerstag, 26. Februar, diskutieren ab 21 Uhr Estelle Koschnike-Nguewo, kommunale Gleichstellungsbeauftragte des Zollernalbkreises, und Filmfachmann Dieter Krauß zum Thema „Großes Kino, stilles Leid – Warum wir bei Gewalt im Film jubeln und in der Nachbarschaft schweigen“. Moderiert wird der Talk von der Wissenschaftlerin Brigitte Schönberger von der Universität Stuttgart.
Die Macher von „Vexier“ lassen in ihr neuestes Projekt spicken: Es wird weihnachtlich
Am Freitag, 27. Februar, sind ab 21.15 Uhr Helga Reichert, Schauspielerin und Leiterin der Filmtage Oberschwaben, Jörg-Michael Schneider, Filmproduzent und Leiter des Festivals „Weird Weekender“ in Stuttgart, sowie der Ulmer Schauspieler und Musiker Valentin Erb zu Gast. Sie diskutieren über „Regionale Filmarbeit – Zwischen Filmfestivals, Schauspiel und schwäbischem Dialekt“. Nach dem Filmgespräch ist ab 22 Uhr die Vorstellung einiger improvisierter Kurzfilme des Ulmer Filmkollektivs Bonkt geplant. Außerdem geben die „Vexier“-Macher selbst Einblick in ihr neuestes, noch im Schnitt befindliche, Projekt: die episodische Weihnachtskomödie „Little Weird Christmas Tales“.

Marie Scherzer spielt in „Vexier“ die Hauptrolle Lea, die aus einer gewalttätigen Beziehung flüchtet. (Foto: Kevin Hartfiel)
Am Samstag, 28. Februar, steht ab 21.15 Uhr ein Live-Podcast mit den „Vexier“-Machern Matthias Wissmann, Kevin Hartfiel, Fabian Struwe und Benjamin Huber auf dem Programm, die der Frage nachgehen: Wieso will man Filme machen? Auch am Samstag gibt es ab 22 Uhr wieder die Präsentationen von „Bonkt“ sowie einen kurzen Einblick in die Weihnachtskomödie aus den Händen der „Vexier“-Macher zu sehen. An allen drei Abenden findet nach dem offiziellen Programm ein „Get together“ an der Cinebar im „Capitol“ statt.
„Nichts für Kinder“: Krasser Psycho-Thriller spielt an Drehorten in der Region
Worum es in „Vexier“ geht, wie der Film zustande kam und wer dahinter steckt.
„Vexier“, der Psychothriller, der in Albstadt und Umgebung gedreht worden ist, ist der erste abendfüllende Film des aus Albstadt stammenden Regisseurs Matthias Wissmann. Er zeigt die Flucht von Lea (gespielt von Marie Scherzer) aus einer gewaltsamen Beziehung mit Sven (gespielt von Merlin Leonhardt, „GZSZ“, „Tatort“, „Krass Klassenfahrt“).
Kinogänger werden manchen Drehort kennen
Heimische Kinogänger werden nicht nur einmal Drehorte erkennen: Neben dem Ebinger Waldheim, das in der Geschichte eine bedeutende Rolle als entlegener Landgasthof einnimmt, können Zuschauer beispielsweise die Rominger-und-Blaier Tankstelle in Ebingen entdecken. Aber Obacht: Im Film steht sie mitnichten am Kreisverkehr in der Kientenstraße. Fabian Struwe, der Albstädter Filmemacher und Fachmann für visuelle Effekte, hat sie der Zivilisation entrissen und im Schnitt meisterhaft in ein Waldgebiet „eingebaut“. Und auch in Balingen haben sie gedreht, genau wie in Stetten am kalten Markt.
Der Psychothriller hat bereits zwei Auszeichnungen erhalten
Vor einem Jahr haben die Filmemacher ihr Werk erstmals in Albstadt vorgestellt, ehe der Film in den vergangenen Monaten bei zahlreichen Festivals in ganz Deutschland zu sehen war – und dort prompt zwei Preise abgeräumt hat: Beim Danger-Zone-Filmfest in Hamburg wurde „Vexier“ zum „Winner Best Feature“ gekürt. Und bei den Grenzland-Filmtagen ging der Indie-Award an die „Vexier“-Macher.

Merlin Leonhardt („GZSZ“, „Tatort“, „Krass Klassenfahrt“) spielt in „Vexier“ virtuos den brutalen Sven, aus dessen Fängen sich die Hauptfigur Lea befreit. (Foto: Kevin Hartfiel)
Dabei hatte vor ein paar Jahren alles mit einer Schnapsidee der Filmemacher begonnen: Was, wenn sie ein Crowdfunding starten würden? Prompt kamen knapp 22.000 Euro Startkapital zusammen. Später unterstützte dann beispielsweise auch die Volksbank Albstadt die Filmemacher, genau wie Ralf Merkel, Chef des Capitol-Kinos, der auch einer von mehreren Co-Produzenten des Films ist.
Jetzt ist der vielversprechende Thriller regulär zu sehen, los geht’s mit den Eventtagen Ende Februar im „Capitol“ in Ebingen. Weitere Kinostarts sind geplant.
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