Motorola GrapheneOS soll ab 2027 ausgewählte Motorola-Flaggschiffe unterstützen. Damit entsteht eine Alternative zu Googles Pixel-Reihe.

Motorola GrapheneOSMotorola GrapheneOS soll ab 2027 auf ausgewählten Motorola-Smartphones verfügbar sein. (Archivbild) – keystone

Die ersten Motorola GrapheneOS Geräte werden laut «Heise» im Premiumsegment angesiedelt und voraussichtlich mehr kosten als vergleichbare Pixel-Modelle. Grund dafür sind anspruchsvolle Hardwarevorgaben, die günstige Motorola-Smartphones derzeit nicht erfüllen.

Für die neuen Modelle ist ein langfristiger Software-Support vorgesehen, wobei GrapheneOS sieben Jahre regelmässige Updates anstrebt. Auch klassische Smartphones und später faltbare Razr-Modelle sollen von der Zusammenarbeit profitieren.

«Heise» berichtet zudem, dass Motorola bei der technischen Umsetzung eine wichtige Rolle übernimmt und Firmware sowie Treiber bereitstellt. Dadurch soll die Portierung des Betriebssystems weniger Aufwand verursachen und die Behebung technischer Probleme erleichtern.

Motorola GrapheneOS setzt hohe Sicherheitsstandards

Für die geplanten Geräte gelten laut «Borncity» strenge technische Voraussetzungen, darunter moderne Snapdragon-Chips und Unterstützung für MTE. Zusätzlich werden ein Secure Element und Linux 6.18 LTS als wichtige Bestandteile der Plattform genannt.

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Aktuelle Motorola-Modelle erfüllen diese Anforderungen laut Quelle noch nicht vollständig und kommen deshalb für den Start nicht infrage. Erst die kommende Gerätegeneration soll die notwendigen Sicherheitsfunktionen für eine offizielle Unterstützung durch GrapheneOS bieten.

Motorola stellt für die Zusammenarbeit Ingenieure bereit, übernimmt laut «Borncity» jedoch keine direkte Finanzierung der GrapheneOS-Entwicklung. Die Smartphones sollen regulär erhältlich sein, während Käufer das Betriebssystem anschliessend selbst installieren müssen.

Neue Perspektive für GrapheneOS

Schmidtis Blog sieht Motorola GrapheneOS als wichtige Alternative zur bisherigen Bindung des Systems an Google-Pixel-Geräte. Hintergrund sind unter anderem Veränderungen bei Googles Android-Quellcode, welche die Pflege bestimmter Pixel-Komponenten erschweren sollen.

Die künftigen Motorola-Geräte könnten zudem bei Prozessorleistung und Hardware-Isolierung Vorteile gegenüber Googles Tensor-Plattform bieten. Besonders MTE soll dabei eine wichtige Rolle für die Absicherung von Speicherzugriffen und die Systemsicherheit spielen.

Motorola GrapheneOSMotorola GrapheneOS soll künftig auch faltbare Razr-Modelle unterstützen und moderne Mobilfunkstandards ermöglichen. (Symbolbild) – Instagram/motorola

Auch für faltbare Smartphones eröffnet die Partnerschaft neue Möglichkeiten, da GrapheneOS künftig die Razr-Reihe unterstützen will. Zusätzlich nennt «Schmidtis Blog» Funktionen für Mobilfunkstandards wie 5G, VoLTE, VoNR und VoWiFi als Bestandteil der geplanten Unterstützung.