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Bern, 24.08.2026 – 08:06

Bus statt Tram: Ein Komitee hat in Ostermundigen eine Initiative lanciert, die eine rasche Umstellung der Buslinie 10 auf Doppelgelenk-Elektrobusse fordert. Das geplante Tramprojekt ist aus Sicht der Initianten nicht zielführend.

In Ostermundigen sammelt ein Komitee Unterschriften für eine ÖV-Initiative. (Archivbild)In Ostermundigen sammelt ein Komitee Unterschriften für eine ÖV-Initiative. (Archivbild) – KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE

Die Initianten kritisieren das geplante Tramprojekt als zu teuer und langwierig, wie sie in einer Mitteilung vom Montag schreiben. Eine Realisierung sei frühestens Mitte der 2030er-Jahre zu erwarten und die Kosten für die Infrastruktur beliefen sich auf rund 300 Millionen Franken.

Für den Bau der Tramstrecke müsse zudem eine rund einen Kilometer lange Allee gerodet werden. Ausserdem würde der Ortsteil Rüti vom direkten Anschluss abgehängt, da die Endhaltestelle im Oberfeld geplant sei.

Die Doppelgelenk-Elektrobusse stellten eine schnellere, günstigere und flexiblere Lösung dar. Mit ihnen bliebe die direkte Anbindung der Rüti gewährleistet.

«Während Bern und Köniz auf der Linie 10 bereits ab Dezember 2026 moderne Elektrobusse einsetzen, sollen die Ostermundigerinnen und Ostermundiger noch jahrelang auf einen unsicheren und teuren Tramausbau warten. Das ist weder im Interesse der Fahrgäste noch der Steuerzahlenden», sagt Jorgo Ananiadis, Präsident des Initiativkomitees sowie Mitglied des Grossen Gemeinderats Ostermundigen für die Piratenpartei.

Die Initiative beauftragt den Gemeinderat, sich für die Bus-Lösung einzusetzen und Verhandlungen aufzunehmen. Weiter soll ein bestehender Rahmenkredit umgewidmet und zwei Millionen Franken für die Planung bereitgestellt werden.

Das Komitee benötigt 400 Unterschriften für das Zustandekommen des Volksbegehrens.