
Vom Sommer 2024 bis Sommer 2025 wurde das bestehende Gewächshaus abgerissen, um Platz für einen neuen Bau zu schaffen.
Heinz Röthlisberger
Die Gartenbauschule Oeschberg in Koppigen BE ist Bildungsstätte für die Bereiche Garten- und Landschaftsbau, Pflanzenproduktion und Floristik. Wie der Kanton Bern mitteilt, habe die alte Anlage den Anforderungen einer modernen, praxisorientierten Ausbildung nicht mehr genügt. Darum sei eine Erneuerung der Gebäude von Nöten gewesen.
Nach rund 20 Monaten intensiver Bauzeit wurde laut dem Kanton Bern das Projekt am Montag, dem 24. August 2026, mit einer kleinen Feier abgeschlossen. Für Amtsvorsteher und Kantonsbaumeister Dominik Frei vom Amt für Grundstücke und Gebäude des Kantons Bern sei der Neubau nicht nur ein wichtiges Bauprojekt: «Der Kanton Bern investiert damit in den Bildungsstandort Bern und in die Qualifikation junger Berufsleute.»
Ausbildung, Verkauf und Ausstellungen unter einem Dach
Das Gebäude besteht aus einem zweigeschossigen Kopfbau in Holzbauweise und den Gewächshäusern. Im Kopfbau werden unter anderem der Blumenladen, die überdachte Ausbildungsfläche, ein Floristikatelier, Büro- und Schulungsräume sowie die Technikräume untergebracht, wie der Kanton Bern in seiner Mitteilung schreibt.
Die Gewächshäuser dienen vor allem der Ausbildung in der Pflanzenproduktion. Sie sind in Arbeitszonen, ein Pflanzenschauhaus und Multifunktionsbereiche aufgeteilt. Ergänzend ist am Standort der alten Schreinerei ein zweckmässiges Garderobengebäude für Lernende erstellt worden, erklärt der Kanton Bern weiter.
Ökologische Bauweise schont die Umwelt
Das Kopfbau-Gebäude hat laut der ensprechenden Mitteilung die Zertifizierung nach Minergie-P-Eco erreicht. Es entspreche damit hohen ökologischen Standards. Durch den Einsatz energieeffizienter Technologien und nachhaltiger Baumaterialien werde auch ein Lehr- und Weiterbildungsort geschaffen, der auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts ausgerichtet ist.
«Die Gesamtkosten von 17,8 Millionen Franken sind eingehalten worden. Die Gewächshausanlage konnte bereits im Dezember 2025 bezogen werden. Seit Mai 2026 ist auch das Garderobengebäude in Betrieb», wie der Kanton Bern abschliessend informiert.