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Wegen der anhaltenden RAM-Krise statten Hersteller neue Smartphones mit weniger Arbeitsspeicher aus. Und das hat nun Folgen: Android 17 begrenzt erstmals den Arbeitsspeicher einzelner Apps. Das soll verhindern, dass Anwendungen zu viel RAM belegen und dadurch das gesamte Smartphone verlangsamen. Zuerst greift die Änderung auf Googles Pixel-Geräten.

Android legt das Speicher-Budget fest

Mit Android 17 hat Google auf eigenen Pixel-Geräten Limits eingeführt, wie viel Arbeitsspeicher Apps verwenden können. Ab 2027 wollen laut Google mehrere Hersteller diese Einschränkungen auf Geräten mit 4 bis mehr als 16 Gigabyte RAM umsetzen.

Die Limits sind nicht für alle Smartphones gleich. Android berechnet für jede App ein eigenes Speicher-Budget. Maßgeblich ist dabei, wie viel Arbeitsspeicher das jeweilige Gerät insgesamt besitzt und nutzen kann.

Das droht bei Überschreitung

Erreicht eine App ihre Grenze, verschiebt Android zunächst Teile ihrer Inhalte in den komprimierten Arbeitsspeicher zRAM. Dadurch kann der Prozess vorerst weiterlaufen und muss nicht sofort vom System beendet werden.

Das Verfahren hat jedoch einen Nachteil: Das Komprimieren und Entpacken der Daten beansprucht den Prozessor. Überschreitet die App auch die Grenze des zRAM-Speichers, beendet Android den betroffenen Prozess.

Entwickler müssen nachbessern

Android 17 zeigt die Speichernutzung einer App während des Betriebs an. Entwickler können die Werte nach Geräteklasse und Prozesszustand prüfen, etwa für Vordergrund-Apps, Hintergrundprozesse, sichtbare Dienste und gespeicherte Prozesse.

Um den Verbrauch zu testen, stellt Google in Android 17 Befehle für die Android Debug Bridge, kurz ADB, bereit. Damit lassen sich die Speichergrenzen unter verschiedenen Bedingungen und auf unterschiedlichen Geräteklassen realistisch nachbilden.

Google empfiehlt, den RAM-Verbrauch von Apps gezielt zu senken. Für mobile Spiele und aufwendige Multimedia-Apps bietet der Konzern einen eigenen Leitfaden, der die Optimierung des Speicherbedarfs erklärt.