Umgerechnet mehr als eine Million Euro hat das Linux-Handheld Mecha Comet in einer Crowdfunding-Aktion eingesammelt. Darüber berichtete am Montag zuerst das Onlineportal it-daily.

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Auf der Plattform Kickstarter brachten 3,346 Unterstützerinnen und Unterstützer 1.198.644 US-Dollar zusammen und übertrafen damit das ursprüngliche Finanzierungsziel von 50.000 US-Dollar um ein Vielfaches. Laut Hersteller sollen Massenproduktion und Auslieferung im September/Oktober beginnen; Vorbestellungen sind über die Website des Herstellers möglich.

Das Linux-Handheld Mecha Comet ist mit 155 x 73 x 14 mm und 215 Gramm Gewicht etwas dicker und schwerer als ein gewöhnliches Smartphone. Das Gerät ist in zwei Varianten erhältlich – mit I.MX8M Plus- oder I.MX95-CPU, 4 oder 8 GB RAM sowie 64 GB Speicher, erweiterbar auf 128 GB. Der Comet verfügt über ein gut 4 Zoll großes AMOLED-Display, integrierte Mikrofone und Lautsprecher, einen SIM-Steckplatz, zwei USB-C-Anschlüsse, einen Mini-HDMI-Ausgang sowie eine 8-Megapixel-Kamera.

Wie it-daily schreibt, läuft das Gerät „ab Werk mit einer eigens für die Hardware optimierten Linux-Distribution und bringt dabei native Anwendungen für Musik, Notizen, Einstellungen und Dateiverwaltung mit, ergänzt um eine vollwertige Terminal-App“. Durch den System-auf-Chip-integrierten neuronalen Prozessor können KI-Anwendungen direkt auf dem Gerät ausführt werden, so das Portal weiter.

Das modulare Konzept ermöglicht Benutzern, Funktionen über externe Hardware hinzuzufügen. Dazu gehören mehrere magnetisch andockbare Erweiterungen, wie eine Tastatur mit programmierbarer Hintergrundbeleuchtung, ein Gamepad oder ein sogenanntes IO-Breakout-Modul, das 40 Kontaktstifte für eigene Module, Sensoren und Mikrocontroller freilegt. Sämtliche Erweiterungen basieren demnach auf offen zugänglicher Hardware. Der Comet kann also als mobile Spielkonsole oder KI-Assistent genutzt werden – und alles Open Source.

Das Gerät ist auf Langlebigkeit ausgelegt und dafür konzipiert, geöffnet zu werden, verspricht der Hersteller. „Der Comet ist von Anfang an so konzipiert, dass er reparierbar und aufrüstbar ist. Wir vermissen die Zeiten, in denen man seinen Computer einfach öffnen konnte, und wir bringen das wieder zurück.“ Den Zugang zu Ersatzteilen will Mecha „zu angemessenen Preisen“ gewährleisten. Der Software-Support wird offiziell bis zu sieben Jahre lang verfügbar sein. „Unser langfristiges Ziel ist es“, so der Hersteller, „Projekte im Bereich Linux für Handhelds zu fördern und dazu beizutragen, eine robuste Alternative zu den heute verfügbaren (meist) geschlossenen oder abgeschotteten Äquivalenten zu schaffen“.

(akn)

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