Vor etwas mehr als einem Monat konnte ich euch erstmals das neue Philips Hue Play Screen Sync zeigen. Damals war die Kamera für einen kurzen Moment in einer Präsentation zu sehen, mehr als zwei Bilder und den Produktnamen konnte man daraus allerdings nicht ziehen. Heute kann ich euch endlich weitere Details geben.
Das Prinzip ist bereits von anderen Herstellern bekannt, der aktuelle Leak bestätigt meine Vermutung aber nochmal. Die Hue Play Screen Sync Kamera wird mittig oberhalb des Fernsehers platziert und erfasst das dargestellte Bild. Anschließend werden die Farben in Echtzeit analysiert und auf die vorhandenen Hue Leuchtmittel im Entertainment-Bereich übertragen.
Für Philips Hue ist das eine absolute Neuheit, denn erstmals funktioniert die Synchronisierung unabhängig vom verwendeten Fernseher und der angeschlossenen Bildquelle. Da die Kamera direkt das Fernsehbild erfasst, können neben externen HDMI-Geräten auch integrierte Streaming-Apps und das normale TV-Programm mit den Hue Lampen synchronisiert werden.
Fischaugenobjektiv erfasst den gesamten Bildschirm
Die Technik dahinter ist ziemlich simpel: Die Hue Play Screen Sync Kamera ist mit einem Fischaugenobjektiv ausgestattet und erfasst den gesamten Bildschirm von einer Kante bis zur anderen. Dabei berücksichtigt die Kamera laut Beschreibung auch wechselnde Lichtverhältnisse im Raum, damit die Synchronisierung auch dann weiterhin funktioniert, wenn tagsüber Sonnenlicht in den Raum fällt oder zusätzliche Lampen eingeschaltet sind.
Wie genau die Kalibrierung abläuft, ist noch nicht bekannt, orientieren können wir uns aber an den bereits vorhandenen Systemen anderer Hersteller. Bei vergleichbaren Kamerasystemen wird der sichtbare Bereich des Fernsehers während der Einrichtung über die App festgelegt. Danach weiß das System, welche Bildschirmbereiche von der Kamera erfasst werden.
Laut meinen Daten ist die Hue Play Screen Sync Kamera insgesamt 9,5 Zentimeter hoch und der schräg verlaufende Kameraarm ungefähr 17,5 Zentimeter lang. Je nach Dicke des Fernsehers dürfte die Kamera damit etwa 10 bis 13 Zentimeter über die Bildschirmfläche herausragen. Der Kamera-Kopf selbst dagegen wurde schmal gehalten und misst gerade mal 3,8 Zentimeter. Die Stromversorgung erfolgt über ein mitgeliefertes USB-C-Kabel inklusive Netzstecker, das sich mit zwei ebenfalls enthaltenen Kabelclips auf der Rückseite des Fernsehers sauber befestigen lässt.
Deutlich günstiger als die Hue Sync Box 8K
Erst heute Morgen hatte ich euch die Hue Play Sync Box Lite vorgestellt, die preislich wohl bei 129,99 Euro startet. Das Hue Screen Sync System wird dahingehend nochmal günstiger in den Handel kommen. Einen finalen Preis habe ich zwar noch nicht, aber die Zeichen stehen derzeit auf einen Verkaufspreis von 109,99 Euro.

Damit würde sich die Kamera perfekt zwischen Hue Sync App für 2,99 Euro monatlich und der neuen Hue Sync Box Lite positionieren. Folglich fehlt dann nur noch die Hue Sync Box 8K für 349,99 Euro unverbindliche Preisempfehlung, die ich seit den kürzlichen Leaks aber immer mehr als Premium-Produkt sehe.
Ganz ohne Nachteil kommt Screen Sync aber nicht aus. Zwar sollen Spiegelungen kaum Einfluss auf die Synchronisierung haben, allerdings ist die Kamera oben auf dem Fernseher deutlich sichtbar. Eine HDMI Sync Box dürfte zumindest theoretisch eine noch genauere Farberfassung ermöglichen. Mit einer offiziellen Vorstellung rechne ich am 03. September, also schon in wenigen Tagen.
