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Wie der Name schon sagt, konzentriert sich Jason Bonhams Led Zeppelin Evening in seiner Live-Show ausschließlich auf den Led-Zeppelin-Katalog. Doch am Samstag machten sie eine einmalige Ausnahme: Van-Halen-Bassist Michael Anthony stieß gegen Ende des Sets im Pacific Amphitheater in Costa Mesa, Kalifornien, zu ihnen – für „Runnin‘ With the Devil“.
„Wir haben so etwas in den 16 Jahren dieser Show noch nie gemacht“, sagte Jason Bonham dem Publikum, bevor Michael Anthony das Mikro übernahm. „Jason wollte mal was Altes machen“, erklärte er. „Mr. Jimmy hat ja gesagt. Also machen wir’s.“
Bei dem erwähnten „Mr. Jimmy“ handelt es sich um James Dylan, der seit der Gründung der Tributegruppe – damals noch unter dem Namen Jason Bonhams Led Zeppelin Experience – im Jahr 2010 den Leadgesang übernimmt. Dylan schlüpfte in David Lee Roths ursprüngliche Gesangsrolle, überließ Anthony aber den Hook – genau wie auf der Originalaufnahme von 1978 und bei unzähligen späteren Live-Shows.
Zeppelin-Klassiker zum Abschluss
„Ich bin bereit, den Led rauszulassen“, rief Anthony danach ins Publikum, bevor die Band mit dem Zeppelin-Klassiker „Rock and Roll“ loslegte. „Let’s get the Led out!“ Bei diesem Song wechselten sich Dylan und Anthony beim Leadgesang ab.
Es war nicht das erste Mal, dass Bonham und Anthony gemeinsam auf einer Bühne standen oder genau diese beiden Songs spielten. Viele Jahre lang gehörten beide Sammy Hagar and the Circle an, zusammen mit Gitarrist Vic Johnson. Und 2024 tourten sie beide mit Hagar und Gitarrist Joe Satriani auf der Best of All Worlds Tour, bei der Hagar ein Set spielte, das sich größtenteils um den Van-Halen-Katalog drehte – darunter viele Songs, die er in den 20 Jahren seit dem Ende der letzten Reunion-Tour nicht mehr gespielt hatte.
Mitten in der Tour musste Bonham abreisen, um sich um seine kranke Mutter zu kümmern. Veteran-Drummer Kenny Aronoff rettete die Tour, indem er das gesamte Set mit kaum mehr als einem Tag Vorlauf einstudierte. Doch als Bonham zurückkehren wollte, blieb Hagar bei Aronoff. „Ich war ehrlich gesagt etwas überrascht. Ich würde lügen, wenn ich sagte, ich wäre nicht ein bisschen traurig gewesen – wir haben am Ende der Tour gebrannt“, sagte Bonham 2024. „Und ich war ein bisschen verärgert. Das war seltsam, nach zehn Jahren mit ihm… Ich liebe den Kerl wirklich. Ich gönne ihm nichts Schlechtes.“
Hagar erklärt die Entscheidung
In einem Interview mit ROLLING STONE aus dem Jahr 2025 räumte Hagar ein, dass Bonham „ein bisschen enttäuscht“ gewesen sei, erklärte die Entscheidung aber mit Termingründen. „Er ist genauso wie ich derjenige, der sich all diese Dinge aufgeladen hat“, sagte er. „Er ist in Europa mit den Black Country Communion und so weiter. Er kann nicht für die Proben hier sein, kann nicht für die Residency da sein. Er hätte am Tag der Residency zurückkommen können. Nein, nein, nein, nein. Wir müssen dieser Band mehr Zeit einräumen.“
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Welche Verstimmungen auch immer 2024 existiert haben mögen – auf der Bühne im Pacific Amphitheater war zwischen Anthony und Bonham nichts als pure Spielfreude zu spüren. Der Drummer ist mit Jason Bonhams Led Zeppelin Evening noch bis zum 6. September auf Tour. Wer allerdings Van-Halen-Songs erwartet, wird enttäuscht – das passiert nur, wenn ein Mitglied von Van Halen die Bühne betritt. Ansonsten ist es zu hundert Prozent eine Zeppelin-Show.
Anthony live in Las Vegas
Wer Anthony mit Van-Halen-Klassikern erleben möchte: Sammy Hagar and the Best of All Worlds Band spielen zwischen dem 18. und 26. September fünf Shows im Park MGM in Las Vegas. Seltsamerweise haben sie „Runnin‘ With the Devil“ dort bislang noch nicht ausgegraben. Dafür dürften „Panama“, „Right Now“, „5150“, „Poundcake“, „Jump“ und viele weitere zu hören sein – zu viele, um sie hier alle aufzuzählen. Es ist das Nächste, was man heutzutage einer echten Van-Halen-Erfahrung kommt, auch wenn niemand auf der Bühne Van Halen heißt.