Bern und Biel nehmen nicht an kantonaler Ausschreibung zur Arbeitsintegration teil

Die beiden Städte und mehrere Oberaargauer Gemeinden steigen aus dem neuen System aus. Sie rechnen mit Defiziten in Millionenhöhe und kritisieren den Wegfall langfristiger Integrationsplätze.

Publiziert heute um 11:03 Uhr

LinkedIn Link kopiert Error occurred Facebook Link kopiert Error occurred X Link kopiert Error occurred E-Mail Link kopiert Error occurred Link kopieren Link kopiert Error occurred Zwei Männer in dunklen Arbeitshemden messen mit einem Zollstock an einer weissen Wand – Symbolbild Arbeitsintegration in der Sozialhilfe.

Der Kanton Bern stösst mit seiner Ausschreibung der Arbeitsintegration auf Widerstand. (Symbolbild)

Foto: Gaëtan Bally (Keystone)

Die Städte Bern und Biel sowie mehrere Oberaargauer Gemeinden nehmen nicht an der kantonalen Ausschreibung zur Arbeitsintegration teil. Das neue System sei finanziell nicht tragbar und weise fachliche Mängel auf.

Der Auftrag könne ab 2028 nicht kostendeckend betrieben werden, schreiben die Stadtbehörden und der Verein maxi.mumm in einer Mitteilung vom Dienstag. Die Verantwortlichen rechnen mit Defiziten in Millionenhöhe.

Keine Perspektive für Sozialhilfebeziehende

Fachlich bemängelten sie, dass langfristige Integrationsplätze für Menschen mit geringen Arbeitsmarktchancen wegfielen. Dies schaffe für eine grosse Gruppe von Sozialhilfebeziehenden keine Perspektive, sagte die Berner Gemeinderätin Ursina Anderegg (Grünes Bündnis).

Zudem führe das neue System zu einer versteckten Lastenverschiebung auf die Gemeinden. Die Städte und der Verein forderten den Kanton Bern zum Dialog auf. Die Massnahmen für die aktuell rund 2500 Personen seien bis Ende 2027 gesichert.

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SDA/fz

Der Kanton Bern stösst mit seiner Ausschreibung der Arbeitsintegration auf Widerstand. (Symbolbild)

Foto: Gaëtan Bally (Keystone)