Wie schaffen KI, digitale Ethik und Neuromarketing Vertrauen im Tourismus? Der dritte Digital Day von Made in Bern zeigt, welche Rolle Authentizität und Emotionen dabei spielen.
Jedes fünfte Hotelfoto auf grossen Plattformen ist laut Cornelia Diethelm vom Centre for Digital Responsibility KI-generiert. Bei Hotelbewertungen liege der Anteil zwischen 15 und 20 Prozent. Für Diethelm wird damit die Frage nach dem Vertrauen in digitale Inhalte immer wichtiger.
Sie empfiehlt, KI-generierte Inhalte klar zu kennzeichnen und Anwendungen wie Chatbots gezielt dort einzusetzen, wo sie Gästen einen Mehrwert bieten oder Mitarbeitende entlasten.
Die Expertin sprach am dritten Digital Day von Made in Bern und dem Kompetenzcenter Digitalisierung im Kursaal Bern. Vertreterinnen und Vertreter der Berner Tourismusdestinationen, der beiden Hotellerie-Regionalverbände und weiterer Tourismusorganisationen diskutierten dort über den Einsatz digitaler Technologien im Tourismus. [RELATED].
Emotionen beeinflussen Kaufentscheide
Philipp Zutt von Zutt & Partner zeigte anhand des Neuromarketings auf, wie touristische Botschaften Aufmerksamkeit erzeugen können. Laut Zutt werden 80 Prozent des Kaufentscheids von Emotionen gesteuert. Er empfiehlt deshalb unter anderem Begriffe, die im Kopf konkrete Farben und Bilder entstehen lassen. Auch fröhliche Gesichter, Geschichten mit Protagonisten, spielerische Elemente und unerwartete Details könnten positive Aufmerksamkeit fördern. Für die Hospitality hob er zudem die Bedeutung des ersten und letzten Eindrucks hervor.
Digital Day bringt Berner Tourismus zusammen
Zum dritten Digital Day von Made in Bern kamen rund 60 Tourismusfachleute zusammen. Durch den Anlass führte Lino Gross-Erne, Leiter des Kompetenzcenters Digitalisierung. (mm)
Impressionen vom Digital Day 2026 in Bern
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