Oscar Hoppe trägt kurzes, hellbraunes Haar und leichtem Bart schaut mit neutralem, leicht freundlichem Ausdruck in die Kamera.

AUDIO: Boy-Gobert-Preis 2026 für Schauspieler Oscar Hoppe (1 Min)

Stand: 25.08.2026 14:05 Uhr

Der Schauspieler Oscar Hoppe erhält im November den Boy-Gobert-Preis 2026. Die Jury des Hamburger Theater-Nachwuchspreises würdigt unter anderem sein Spiel im Stück «Keine Aufstiegsgeschichte» am Ernst Deutsch Theater.

Der mit 10.000 Euro dotierte Boy-Gobert-Preis der Körber-Stiftung würdigt jährlich den schauspielerischen Nachwuchs an Hamburger Bühnen. In diesem Jahr geht er an Oscar Hoppe. Er steht aktuell in mehreren Rollen am Ernst Deutsch Theater in der Produktion «Keine Aufstiegsgeschichte» auf der Bühne. Ab dem 1. September steht kehrt das Stück auf den Spielplan zurück..

Jury lobt Oscar Hoppes «unbekümmerte Leichtigkeit»

Rune Jürgensen sitzt links in lässiger Kleidung mit Kopfhörern um den Hals und blickt ernst in Richtung Zuschauer. Oscar Hoppe sitzt rechts, trägt ein weißes Unterhemd und hält eine Getränkedose in der Hand, während er sich an die Stirn fasst und nachdenklich wirkt.

Oscar Hoppe (rechts) und Rune Jürgensen in «Keine Aufstiegsgeschichte»: Das Stück nach dem Roman von Olivier David erzählt, wie sich Armut und psychische Erkrankungen bedingen.

«Oscar Hoppe ist ein beeindruckend virtuoser Schauspieler, der ein faszinierendes Gespür dafür hat, uns in die unterschiedlichsten Lebenssituationen seiner Figuren hineinzuziehen. Seine Bühnenpräsenz ist magnetisierend», begründet die Jury unter dem Vorsitz der Schauspielerin Catrin Striebeck ihre Entscheidung. In «Keine Aufstiegsgeschichte» entfalte Hoppe «auf fesselnde Weise eine Vielfalt an Figuren», denen er mit «unbekümmerter Leichtigkeit seine kluge Fantasie» zur Verfügung stelle – angstfrei, mit feinem Humor und großer Musikalität.

Eva Nemela, Vorstandsmitglied der Körber-Stiftung, überreicht Hoppe die Auszeichnung am 29. November im Rahmen einer feierlichen Matinee im Thalia Theater.

Von Dresden über Berlin nach Schwerin und Hamburg

Hoppe wurde 1996 in Dresden geboren und stand bereits während seines Studiums an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin am Berliner Ensemble auf der Bühne. Seine Theaterlaufbahn begann er am Mecklenburgischen Staatstheater, wo er unter anderem den Gundermann in «Gundermann – Männer, Frauen und Maschinen» spielte.

Er verkörperte zudem den Wurm in Schillers «Kabale und Liebe» und die Rolle des George in «Von Mäusen und Menschen». Vor der Kamera stand er unter anderem für «9 Perfect Strangers», «Drifter» und «Alles Licht, das wir nicht sehen». Zudem ist er als Sänger und Produzent des Musikduos lele&os aktiv und komponiert für Film und Theater.

Bisher gewürdigt: Ulrich Tukur, Martin Wuttke, Susanne Wolff

Seit 1981 verleiht die Körber-Stiftung den Boy-Gobert-Preis an junge Schauspieltalente in Hamburg – zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderem Ulrich Tukur, Martin Wuttke und Susanne Wolff.

Tanzszene aus "Keine Aufstiegsgeschichte" am Ernst-Deutsch-Theater.

Am Hamburger Ernst Deutsch Theater wird das Stück zum Roman zwar toll gespielt, es ist aber insgesamt zu unpolitisch.

Boy Gobert - Schauspieler, Regisseur und Theaterleiter - sitzt mit einem Kaffee in der Hand auf einem Stuhl. (um 1973)

Unter Boy Goberts Leitung erlangte das Hamburger Thalia Theater in den 1970er-Jahren bundesweite Bedeutung. Der Intendant starb am 30. Mai 1986.

Schauspieler Payam Yazdani

Yazdini hat den Nachwuchs-Preis für Schauspieler und Schauspielerinnen im Thalia Theater bekommen. Sein präzises Spiel und die klare Haltung hatten die Jury überzeugt.