Apple entwickelt weiterhin ein großes faltbares iPad, obwohl es dabei auf mehrere technische Hürden stößt. Ein Marktstart dürfte sich laut aktuellem Bericht bis 2029 verzögern.

Neues Gerätekonzept zwischen iPad und Mac

In seinem Newsletter „Power On“ berichtet Mark Gurman von Bloomberg, dass das „gigantische“ faltbare iPad eine jahrelange Tradition bei Apple infrage stellt. Bisher trennt der Konzern Mac und iPad klar voneinander, das neue Gerät könnte diese Grenze verwischen. Einige Beobachter:innen sprechen von einem faltbaren iPad, andere eher von einem Notebook mit durchgehendem Display, also einem MacBook ohne physische Tastatur.

Genau hier setzt auch die wichtigste Kritik an: Die praktische Nutzbarkeit beim Tippen gilt als unsicher. Eine berührungsempfindliche Bildschirmtastatur unterscheidet sich deutlich von einem klassischen MacBook-Keyboard. Wie Apple dieses Problem lösen will, ist derzeit nicht bekannt.

Im Juli vergangenen Jahres hieß es in einem Bericht, Apple habe die Entwicklung eines iPads mit größerem Faltbildschirm wegen technischer Schwierigkeiten vorerst gestoppt. Nach den neuen Informationen scheint diese Darstellung jedoch zu weit gegangen zu sein. Statt eines vollständigen Stopps dürfte es sich eher um Verzögerungen und Anpassungen im Projekt gehandelt haben.

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Geplanter Start verschiebt sich wohl auf 2029

Laut früheren Angaben Gurmans zielte Apple ursprünglich auf eine Markteinführung im Jahr 2028. Nun deuten Probleme mit Gewicht und Displaytechnik darauf hin, dass der Start mindestens auf 2029 rutschen könnte. Apple soll an einer Lösung arbeiten, die das Gerät leichter macht und gleichzeitig die Falttechnik verbessert.

Im Gespräch ist ein von Samsung gefertigtes 18-Zoll-Display, bei dem Apple großen Wert auf eine möglichst unauffällige Falte legt. Der Konzern sammelt in diesem Bereich bereits Erfahrung, da Zulieferer:innen nach seinen Vorgaben mit der Produktion eines faltbaren iPhones begonnen haben, das noch in diesem Jahr erscheinen soll. Diese Expertise soll offenbar auf das deutlich größere iPad-Display übertragen werden.

Preis, Design und Gewicht des faltbaren iPads

Ein zentrales Problem bleiben die Kosten: Ein großes, faltbares OLED-Panel ist erheblich teurer als ein herkömmliches Display. Das geplante Gerät könnte daher bis zu dreimal so viel kosten wie das 13-Zoll-iPad Pro. Aktuell verlangt Apple 1.299 US‑Dollar (rund 1.200 Euro) für das 13‑Zoll‑iPad Pro, das faltbare Modell könnte bei gleichbleibenden Komponentenpreisen also bei etwa 3.900 US‑Dollar (rund 3.600 Euro) liegen.

Im geschlossenen Zustand soll das Gerät laut Bericht einem MacBook ähneln, mit Aluminiumgehäuse und ohne äußeren Bildschirm. Geöffnet entfaltet es sich ungefähr auf die Größe eines 13‑Zoll‑MacBook Air, jedoch ohne physische Tastatur. Nutzer:innen hätten dann eine durchgehende Anzeigefläche, die sich flexibel für Inhalte und virtuelle Bedienelemente aufteilen ließe.

Der aktuelle Entwicklungsstand bringt allerdings ein weiteres Handicap mit sich: Prototypen wiegen demnach etwa 3,5 Pfund, also deutlich mehr als heutige iPad‑Pro‑Modelle. Verantwortlich dafür sind vor allem das große Display und das Aluminiumgehäuse. Apple muss das Gewicht also weiter reduzieren, um das Gerät für den Alltagseinsatz attraktiv zu machen.

Via: https://www.macrumors.com
Titelbild KI (Zur Illustration)

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