Die Zurich ist mit einer lateinamerikanischen Tochter Opfer eines unglaublichen Betrugs geworden.
Gangster gaukelten vor, sie seien der Präsident der Zurich-Mutter und ein bekannter Anwalt.
Darauf überwies der Chef der Zurich Santander Insurance America den Räubern 50 Millionen Euro. 11 Leute wurden laut Medien verhaftet.
Der Vorfall soll zu einem Köpferollen im hohen Kader geführt haben. Der Chef von Zurich Santander Insurance America sei gefeuert worden, sagt eine Quelle.
Ein Sprecher der Zurich-Gruppe mit Sitz am Zürcher Mythenquai wollte keine Stellung nehmen. Auch nicht zu Fragen nach einem Abbau.
Dieser könnte 500 Jobs umfassen. Oder mehr, wie der Insider ausführt.
Und zwar am Zürcher Hauptsitz.
Grund sei die Integration der UK-Versicherung Beazley.
Die auf Grossrisiken spezialisierte Firma gehört seit Kurzem zum Zurich-Reich.
Rund 11 Milliarden legte Zurich-CEO Mario Greco dieses Jahr für die Engländer auf den Tisch. Eine gigantische Summe.
Hoffnungslos überbezahlt, befindet der Gesprächspartner.
Intern geht die Angst um. „Jeder weiss, dass massive Stellenkürzungen anstehen, sobald Beazley vollständig integriert ist“, sagt er.
Das soll im nächsten Jahr der Fall sein. Grecos Mann für die grosse Entlassungswelle sei Carlos Rey Vicente. Der war von der spanischen Bank Santander zur Zurich gestossen.
Jener Firma, die mit der Zurich zusammen im Latino-Joint-Venture jetzt zu Schaden gekommen ist.
Greco hat den Spanier zu seinem „Chief Transformation Officer“ gekürt. Rey Vincente würde derzeit „zusammen mit seinem internen Consulting-Team“ den Big Abbau vorbereiten.
Die Beazley-Akquisition hat bereits heute Folgen. Wer eine Vakanz neu besetzen wolle, dem würde von oben beschieden, es fehle das Geld dafür.
„Dann heisst es: ‚Wir brauchen Cash, um Beazley zu unterstützen’“, sagt der Insider.
Die ganze Zurich-Hütte an der noblen Mythenquai-Adresse ist in Aufruhr. Greco hat dem Topmanagement mit der Integration von Beazley eine letzte Herkulesaufgabe aufs Auge gedrückt.
Mit den Folgen von Operation Beazley muss Grecos Nachfolger leben. Der soll schon nächstes Jahr bestimmt werden.
Mehrere Mitglieder in der Zurich-Konzernleitung würden dann Geschichte sein, ist er Zurich-Kenner überzeugt – sie sässen einzig von Grecos Gnaden im obersten operativen Gremium.
