Im MDR hatte Ramona Leiß mit „Ramona“ ihr eigenes Musikjournal. Ab 2001 war sie in der Sendung zu sehen. Die Aufnahme der Moderatorin entstand 2002 während der Aufzeichnung der „Goldenen Stimmgabel“. Anfang der 2000er setzte Leiß auf eine blonde Kurzhaarfrisur. Später fand sie deutliche Worte für das Ende der MDR-Sendung.
Der Bild am Sonntag sagte sie 2016 rückblickend: „Die Sendung lief sieben Jahre lang mit guten Quoten. Offiziell haben sie vehement und lauthals abgestritten, dass sie wegen meiner Liebe zu einer Frau eingestellt wird. Hinten herum habe ich aber erfahren, dass eine lesbische Moderatorin im Unterhaltungsfernsehen nicht haltbar sei.“
Auch merkte sie an: „Ein namhafter TV-Produzent sagte mir, dass keiner eine lesbische Moderatorin auf der Bühne sehen will. Mit einer wie mir müsse man bei Sendern zu viel um ein Format kämpfen, da hätte keiner Lust drauf. Hätte ich es geheim gehalten, hätte ich noch viele Jahre arbeiten können.“ Ramona Leiß betonte: „Ich kenne einige sehr bekannte Schauspielerinnen, von denen ich weiß, dass sie lesbisch sind. Aber die trauen sich nicht dazu zu stehen, weil sie Angst um ihre Jobs haben.“