Die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten beantragt für einen 31-jährigen Schweizer eine ambulante Massnahme wegen fünf Brandstiftungen im Freiamt.In der Nacht vom 11. auf den 12. August 2025 brachen in Uezwil, Wohlen und Büttikon innert kurzer Zeit mehrere Brände aus.Ein forensisch-psychiatrisches Gutachten attestiert dem Mann eine paranoid-halluzinatorische Störung – er gilt als schuldunfähig.

Nach Abschluss der Ermittlungen zur Brandserie im Freiamt vom August 2025 beantragt die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten beim Bezirksgericht Bremgarten für einen heute 31-jährigen Schweizer eine ambulante Massnahme. Gemäss einem forensisch-psychiatrischen Gutachten gilt der Mann als schuldunfähig, wie die Oberstaatsanwaltschaft Aargau am Mittwochmorgen in einer Mitteilung schreibt.

In der Nacht vom 11. auf den 12. August 2025 waren in Uezwil, Wohlen und Büttikon innert kurzer Zeit mehrere Brände ausgebrochen. Betroffen waren ein Holzstapel, ein Tankstellenlager, brennbares Material vor einem Haus sowie ein Lastwagen. Die Feuerwehr konnte die Brände rasch löschen und teilweise grössere Schäden verhindern. Dennoch entstand insbesondere an der Tankstelle und am Lastwagen erheblicher Sachschaden.

Fünf Brandstiftungen vorgeworfen

Aufgrund der zeitlichen und örtlichen Nähe ging die Polizei von zusammenhängenden, absichtlich gelegten Bränden aus. Noch am frühen Morgen wurde ein dringend tatverdächtiger Mann festgenommen. Es wurde eine Strafuntersuchung eröffnet. Dem Beschuldigten werden fünf Brandstiftungen unterschiedlicher Schweregrade vorgeworfen, teilweise im Versuchsstadium.

Laut Gutachten leidet der Mann an einer paranoid-halluzinatorischen Störung. Während des Tatzeitraums habe er einen akuten Krankheitsschub erlitten, sich in einem psychotischen Zustand befunden und über eine reduzierte Impulskontrolle verfügt. Deshalb sieht das Gesetz keine Strafe vor. Um das Rückfallrisiko zu senken, beantragt die Staatsanwaltschaft eine längerfristig ausgerichtete, ambulante Behandlung.

Der Antrag ist beim Bezirksgericht Bremgarten hängig. Bis zu einem rechtskräftigen Entscheid gilt die Unschuldsvermutung.

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Florian Osterwalder

Florian Osterwalder (fos) arbeitet seit 2021 für 20 Minuten und ist stellvertretender Co-Leiter des Newsdesks.