US-Demokraten werben in Schweizer Trams um Stimmen

In Zürich, Basel und Genf werben die Demokraten um amerikanische Stimmen. Bei den Zwischenwahlen wollen sie Trumps Republikaner die Mehrheit entreissen.

Simon Bordier Publiziert heute um 10:32 Uhr LinkedIn Link kopiert Error occurred Facebook Link kopiert Error occurred X Link kopiert Error occurred E-Mail Link kopiert Error occurred Link kopieren Link kopiert Error occurred Frau hält Schild mit Aufschrift «Voters Decide» beim No-Kings-Protest in Dallas, Texas, gegen die Trump-Administration.

«Wähler entscheiden»: Eine Frau macht ihrem Unmut über Trumps Führungsstil bei einer Kundgebung in Dallas Luft. (18. Oktober 2025)

Foto: Imago

Die US-Demokraten versuchen amerikanische Wählerinnen und Wähler in der Schweiz mit einer Werbekampagne zu mobilisieren, wie SRF berichtet. «Are you a US citizen?» steht auf Flyern in Basler und Genfer Trams und auf Plakaten in Zürich. QR-Codes führen zu parteiunabhängigen Infoseiten, die zeigen, wie man sich im Heimatstaat für die Zwischenwahlen vom November registriert.

An dieser Stelle finden Sie einen ergänzenden externen Inhalt. Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter übermittelt werden, können Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.

Cookies zulassen Mehr Infos

Dahinter stehen die Democrats Abroad, die Schweizer Sektion der Demokratischen Partei. Sie hoffen, unter den knapp 32’000 US-Wahlberechtigten, die 2024 im Land lebten, mehr Sympathisanten zur Wahl zu bewegen als die Republikaner. Die Werbekampagne konzentriert sich auf die drei grössten Schweizer Städte Zürich, Genf und Basel. Hier lebten nämlich die meisten US-Bürger, erklärt Liz Voss, eine Vertreterin von Democrats Abroad, im SRF-Bericht.

Angetrieben werden die Demokraten von US-Präsident Donald Trump beziehungsweise vom Kampf gegen dessen Politik. «Heute wird unser Engagement in der Tat von der Frage geprägt, ob wir Trumps politische Agenda aufhalten können», sagt Voss.

An dieser Stelle finden Sie einen ergänzenden externen Inhalt. Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter übermittelt werden, können Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.

Cookies zulassen Mehr Infos

Die Kampagne der Democrats Abroad Switzerland, die laut SRF eine tiefere fünfstellige Summe kosten dürfte, werde aus Spenden finanziert. Auf Plakate und Flyer in Trams setzen die Demokraten auch, weil neue Datenschutzregeln bezahlte politische Werbung in sozialen Medien verunmöglichen.

Wie die US-Republikaner ihre Landsleute in der Schweiz zu mobilisieren gedenken, ist nicht bekannt.

Donald Trump droht Machtverlust

Bei den Zwischenwahlen am 3. November werden alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und rund ein Drittel des Senats neu vergeben. Für Präsident Donald Trump und die Republikaner geht es darum, ihre Mehrheiten in beiden Kammern des Kongresses zu verteidigen; die Demokraten wollen insbesondere das Repräsentantenhaus zurückerobern und damit Trumps Agenda stärker blockieren können.

Zusätzliche Brisanz erhält die Wahl durch den manipulativen Neuzuschnitt zahlreicher Kongresswahlkreise, das sogenannte Gerrymandering: Auf Trumps Drängen zeichneten mehrere republikanisch regierte Bundesstaaten ihre Wahlkreise zugunsten der Republikaner neu, demokratisch regierte Staaten wie Kalifornien reagierten mit eigenen Anpassungen. Unter dem Strich haben die Republikaner zuletzt mehr Wahlkreise in ihrem Interesse verändert als die Demokraten. Ob sie die Mehrheit im Parlament halten können, ist gleichwohl offen.

Richtungsweisende Zwischenwahlen

Newsletter

Der Morgen

Der perfekte Start in den Tag mit News und Geschichten aus der Schweiz und der Welt.

Weitere Newsletter

Einloggen