
Andres Gerber im Thuner Stadion.Bild: keystone
Anfang Woche haben zwei weitere Meisterhelden den FC Thun verlassen. Damit sind es sechs – und mehr sollen es auch nicht mehr werden.
26.08.2026, 09:4826.08.2026, 10:19
Nun auch Michael Heule und Valmir Matoshi. Sie waren am Montag die bislang letzten Spieler, die den FC Thun verliessen. Verteidiger Heule unterschrieb bei Heidenheim in der 2. Bundesliga, Offensivmann Matoshi bei Sturm Graz. Nachdem schon Leonardo Bertone, Ethan Meichtry, Elmin Rastoder und Christopher Ibayi das Weite suchten, fielen damit weitere Schlüsselspieler des Meisters weg.

Alle weg aus Thun: Bertone, Rastoder und Heule (von links) im Frühling.Bild: keystone
Nun reicht es Thuns Präsident. Im «Blick» sagte Andres Gerber, man gebe keine Leistungsträger mehr ab, «schon gar nicht zur direkten Konkurrenz». Dabei sprach er wohl über das Gerücht, wonach sich St.Gallen um Fabio Fehr bemühe. Auch über den Abgang von Jan Bamert (Bochum?) wurde zuletzt gemunkelt.
«Sind kein Selbstbedienungsladen»
Gerber schiebt Abwanderungsgelüsten einen Riegel vor. «Die Spieler haben gültige Verträge, wir spielen europäisch und sind eine interessante Adresse – wir sind kein Trostpflaster!» Wenn der Klub kurz vor Ende des Transferfensters «Nein» sage, müsse man das akzeptieren und weiter Vollgas geben. Vor allem auch an die Spielerberater gerichtet, betont Gerber: «Der FC Thun ist kein Selbstbedienungsladen.»
Die Liste der Abgänge dürfte nach der präsidialen Ansage damit nicht mehr länger werden. Anders sieht es bei den Neuzgängen aus. Hier will Thun nachlegen. Gerber verspricht: «Es wird garantiert noch Zugänge geben. Aber wir bleiben unserer Arbeitsweise treu und wollen Spieler, die zum FC Thun wollen und hierhin passen.»
Vor einer Mission Impossible
Den Berner Oberländern ist der Start in die Saison nach dem sensationellen Meistertitel mittelprächtig gelungen. In der Super League stehen die Thuner mit einem Sieg aus drei Spielen auf Rang 9.
Europäisch steht die Qualifikation für die Ligaphase der Conference League bevor. In die Europa League schafft es Thun nach dem 0:7 im Hinspiel gegen Lech Posen nur noch mit dem grössten Wunder der Fussballgeschichte. Das Rückspiel ist am Donnerstag um 20 Uhr in Thun. (ram)