«Wird ohne Mama aufwachsen»

Noch im August hält Leah S. ihr Baby.

Noch im August hält Leah S. ihr Baby.

GoFundMe

Bei einem morgendlichen Schwimmen vor Sydney wird Leah S. von einem Hai angegriffen und lebensgefährlich verletzt. Mehr als zwei Monate später spricht die 34-Jährige erstmals ausführlich über die Attacke. In den schlimmsten Sekunden denkt sie vor allem an ihre 18 Monate alte Tochter.

Sven ZieglerDarum geht’sDie 34-jährige Leah S. wurde Mitte Juni beim Schwimmen vor Sydney von einem Hai angegriffen.Im Spital musste ihr linker Unterarm amputiert werden, nachdem sie lebensgefährlich verletzt worden war.Mehr als zwei Monate später spricht die Mutter erstmals über den Angriff und ihre Angst, ihre Tochter könnte ohne sie aufwachsen.Zusammenfassung erstellt mitmyAi

Es ist ein Gedanke, der Leah S. in den schlimmsten Sekunden ihres Lebens durch den Kopf schiesst: Ihre kleine Tochter könnte ohne Mutter aufwachsen.

Mehr als zwei Monate nach einem schweren Hai-Angriff vor Sydney spricht die 34-jährige Lehrerin nun erstmals ausführlich über die Attacke. In der Sendung «60 Minutes Australia» schildert sie, wie das Tier sie beim Schwimmen angriff und schwer verletzte.

Der Hai hatte sich nach ihrer Darstellung bereits in ihr Bein verbissen, als sie an ihre 18 Monate alte Tochter August dachte. «Sie wird keine Mama mehr haben», sei ihr damals durch den Kopf gegangen. Dieser Gedanke habe ihr zusätzliche Kraft gegeben, sich gegen das Tier zu wehren.

Rettungsschwimmer zieht sie aus dem Wasser

Der Angriff ereignete sich am 13. Juni in der Nähe des Coogee Beach in Sydney. Leah S. war am Morgen schwimmen, als sie von dem Tier attackiert wurde. Laut «60 Minutes» soll es sich mutmasslich um einen Weissen Hai gehandelt haben.

Ein Rettungsschwimmer brachte die schwer verletzte Frau ans Ufer. Im Spital wurde sie zeitweise in ein künstliches Koma versetzt und mehrfach operiert. Ihren linken Unterarm konnten die Ärzte nicht retten.

Eine Erinnerung beschäftigt sie bis heute besonders. «Ich werde sein Gesicht nie vergessen», sagte sie über den Hai. «Es war ein Monster.»

«Licht am Horizont»

Inzwischen arbeitet sich die 34-Jährige Schritt für Schritt in den Alltag zurück. Auf der Plattform GoFundMe bedankt sie sich bei den vielen Menschen, die sie und ihre Familie nach dem Angriff unterstützt haben.

Nach den «unglaublich schwierigen Monaten» sei sie froh über die Fortschritte, die sie gemacht habe. Sie gewinne langsam wieder mehr Selbstständigkeit und sehe «endlich wieder Licht am Horizont».

Die Anteilnahme ist gross. Für Leah S. und ihre Familie wurden auf GoFundMe inzwischen umgerechnet fast eine halbe Million Euro gesammelt.

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