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Sturzflut reisst ganze Dörfer weg – Hunderte Touristen vermisst
Eine gewaltige Flutwelle hat im Grenzgebiet zwischen Nepal und Tibet mindestens acht Menschen getötet. Unter den Vermissten befinden sich fast 300 ausländische Touristen.
Publiziert heute um 12:57 Uhr LinkedIn Link kopiert Error occurred Facebook Link kopiert Error occurred X Link kopiert Error occurred E-Mail Link kopiert Error occurred Link kopieren Link kopiert Error occurred
Rettungskräfte vor Ort nach der verheerenden Sturzflut in Nepal.
Video AP
Eine verheerende Sturzflut hat im Grenzgebiet zwischen Nepal und Tibet ganze Dörfer weggerissen und mindestens acht Menschen getötet. Die Rettungskräfte suchen derzeit nach Hunderten Vermissten, darunter über 300 ausländische Touristen.
Wassermassen haben die wichtige Nepal-China-Freundschaftsbrücke bei Rasuwagadhi fortgerissen und den Grenzverkehr lahmgelegt. Neben der Brücke wurden auch im Zollbereich geparkte Fahrzeuge von den Fluten mitgerissen.
Foto: Sunil Sharma (IMAGO/ZUMA Press Wire)
Wie die nepalesische Nepal Views berichet, schwoll am Mittwochmorgen der Fluss Bhote Koshi in der Region Rasuwa gegen 8:30 Uhr völlig überraschend stark an.
Luftaufnahme der gewaltigen Zerstörungen in Rasuwa nahe der Grenze zu China. Einsatzkräfte suchen derzeit mit Helikoptern nach Überlebenden und Vermissten.
Foto: Andy Thapa (IMAGO/ZUMA Press)
Gewaltige Wassermassen spülten Häuser, Brücken und Kraftwerke weg. Videos auf Social Media zeigen das Ausmass der Zerstörung: Ganze Landstriche stehen unter Schlamm, Zehntausende Anwohner sind von der Aussenwelt abgeschnitten. Behörden befürchten, dass die Zahl der Todesopfer noch drastisch steigen wird. Rettungskräfte, Polizei und Militär versuchen derzeit, in das schwer zugängliche Katastrophengebiet vorzudringen, wie der «Spiegel» mit Berufung auf die Agentur Reuters berichtet.
WARNUNG VOR DEM INHALT: Verheerende Sturzflut in Nepal reisst Hunderte in den Tod.
Video: X
Unter den 384 bisher vermissten Personen befinden sich laut dem Nepal Tourism Board 291 ausländische Staatsangehörige und 93 nepalesische Staatsbürger. Die vermissten ausländischen Touristen stammen demnach aus Indien (105), Grossbritannien (12), Malaysia (17), den USA (3), Südafrika (4) sowie je eine Person aus Australien und den Niederlanden. Bei 111 Personen ist die Nationalität noch unklar. Gemäss dem Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA), liegen bislang keine Informationen über Schweizer Opfer vor.
Rettungskräfte im Grosseinsatz an der Grenze zu Tibet
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Am Grenzübergang Gyirong in Tibet führte ein Erdrutsch ebenfalls zu zahlreichen Opfern und Vermissten. Chinas Staatschef Xi Jinping wies die Einsatzkräfte an, sämtliche verfügbaren Mittel für die Suche nach Überlebenden einzusetzen. Die Bergung der Menschen hat nun oberste Priorität.
Die Wassermassen des Bhote Koshi im nepalesischen Bezirk Rasuwa riss mehrere Häuser mit sich. Die Überschwemmungen richteten in der Region schwere Schäden an Strassen sowie der Stromversorgung an und lösten einen Grosseinsatz der Rettungskräfte aus.
Foto: Nepal Police (AFP)
«Die Flut kam sehr plötzlich. Unsere Mitarbeitenden und Partner sind in Sicherheit, aber wir analysieren derzeit die Auswirkungen auf die betroffenen Gemeinden», sagt Niraj Acharya, Nothilfe-Koordinator von Helvetas in Nepal. Helvetas ist seit 70 Jahren in Nepal tätig und steht mit rund 200 Mitarbeitenden und Partnerorganisationen vor Ort in Kontakt. Nach aktuellem Kenntnisstand sind alle Mitarbeitenden der Schweizer Entwicklungs- und Hilfsorganisation in Sicherheit, das Haus eines Mitarbeiters wurde jedoch von den Fluten mitgerissen.
Gfährliche Wassermassen