Saisonstart in der Handball-NLA | 26. August 2026

Am Mittwoch startet die Handball-NLA in die neue Saison. Mit unverändertem Teilnehmerfeld, denselben Favoriten, aber einem neuen Modus. Ob auch die Berner Teams ein Wörtchen um den Titel mitreden können?

Anfang der Saison lautet bei den Berner Klubs die Devise: Die Konkurrenz ärgern. Anders sieht es dann im Derby aus – dort geht es um Prestige, das beste Team Berns zu sein.

Anfang der Saison lautet bei den Berner Klubs die Devise: Die Konkurrenz ärgern. Anders sieht es dann im Derby aus – dort geht es um Prestige, das beste Team Berns zu sein.Foto: zvg

Die Jagd auf Kriens-Luzern beginnt. Ende Mai kürte sich der Klub aus der Innerschweiz erstmals in seiner Vereinsgeschichte zum Schweizer Meister. Er entthronte Serienmeister Kadetten Schaffhausen im Playoff-Final mit 3:0 Siegen. Nun wollen die Schaffhauser die nationale Vormachtstellung zurückerobern.

Neue Trainer auf beiden Seiten

Bei beiden Klubs steht ein neuer Trainer an der Seitenlinie. Bei den Kadetten übernahm der frühere norwegische Nationalcoach Jonas Wille. Die Ziele der Schaffhauser sind hoch. Sie wollen nicht nur den Meisterpokal zurückerobern, sondern auch ihren Cuptitel verteidigen und in der European League die K.-o.-Phase erreichen. Dazu beitragen sollen auch die Neuzugänge Frederik Tilsted, Mathieu Seravalli, Nikos Sarlos und Milan Lutz.

Die Kadetten Schaffhausen (in Orange) sind normalerweise Meisterfavorit Nummer eins. Doch letzte Saison wurden sie vom HC Kriens-Luzern entthront.

Die Kadetten Schaffhausen (in Orange) sind normalerweise Meisterfavorit Nummer eins. Doch letzte Saison wurden sie vom HC Kriens-Luzern entthront.Fotos: Keystone

Auch Kriens-Luzern mischt europäisch mit, erstmals sogar in der Champions League. Nach der Aufstockung des Teilnehmerfeldes auf 24 Mannschaften bewarben sich die Innerschweizer erfolgreich um einen der zusätzlichen Plätze.

An der Seitenlinie steht neu Andy Schmid. Der langjährige Bundesliga-Profi liess 2024 seine Spielerkarriere bei Kriens-Luzern ausklingen. Nun kehrt der Schweizer Nationaltrainer in einer Doppelrolle zum Schweizer Meister zurück. Kurz vor Saisonbeginn verlängerte Kriens-Luzern zudem den Vertrag mit dem kroatischen WM- und EM-Medaillengewinner Marin Sipic bis 2030. Ein starkes Zeichen an die Konkurrenz.

Der amtierende Meister hat mit Andy Schmid neu einen absoluten Profi an der Seitenlinie.

Der amtierende Meister hat mit Andy Schmid neu einen absoluten Profi an der Seitenlinie.

Lenny Rubin als Attraktion, Liga bleibt unverändert

Auch der BSV Bern hat nochmals aufgerüstet. Der Playoff-Finalist von 2025 liess am Montag mit der Verpflichtung von Lenny Rubin aufhorchen. Der 103-fache Schweizer Internationale hätte nach acht Jahren in der Bundesliga gerne im Ausland weitergemacht, fand jedoch keinen neuen Klub. Nun soll der Rückraumspieler dem BSV neuen Schub verleihen.

Dem BSV Bern gelingt mit der Verpflichtung von Bundesligaprofi Lenny Rubin ein Transfercoup.

Dem BSV Bern gelingt mit der Verpflichtung von Bundesligaprofi Lenny Rubin ein Transfercoup.

Keine Veränderung gibt es beim Teilnehmerfeld. Mittelfristig soll die NLA auf zwölf Teams aufgestockt werden. In dieser Saison gehen jedoch dieselben zehn Mannschaften wie im Vorjahr an den Start. Es gab weder Auf- noch Absteiger.

Das stand erst nach einer dramatischen Barrage um den Ligaerhalt fest. Suhr Aarau setzte sich gegen Aufsteiger Stäfa erst im entscheidenden fünften Spiel durch. Weil gleichzeitig kein aufstiegsberechtigtes NLB-Team die Top Vier erreichte, blieb auch Stäfa in der höchsten Spielklasse.

Jubeln will diese Saison auch Wacker Thun. Letztes Jahr holte man sich zwar einen Play-off-Platz, scheiterte dann aber früh.

Jubeln will diese Saison auch Wacker Thun. Letztes Jahr holte man sich zwar einen Play-off-Platz, scheiterte dann aber früh.Foto: zvg

Neu mit Final- und Abstiegsrunde

Neu ist hingegen der Modus. Nach einer Doppelrunde mit 18 Partien bis zum 19. Dezember wird die Liga geteilt. Die besten sechs Teams ziehen in die Finalrunde ein. Die Mannschaften auf den Rängen sieben bis zehn bestreiten die Abstiegsrunde. Sämtliche Punkte werden mitgenommen.

In der Finalrunde folgen zehn weitere Spiele. Die besten vier Mannschaften sichern sich einen Platz in den Playoffs. Für die Teams auf den Rängen fünf und sechs ist die Saison danach beendet. Halbfinals und Final werden wie bisher im Best-of-Five-Modus ausgetragen.

In der Abstiegsrunde werden vier weitere Vollrunden gespielt. Der Letztplatzierte bestreitet anschliessend eine Best-of-Five-Barrage gegen den NLB-Meister. Dieser hat dabei in einem allfälligen fünften Spiel Heimrecht.

Die Spiele der 1. Runde in der Übersicht

NLA Männer, Saison 2026/27

1. Runde. Mittwoch, 26. August, 19.15 Uhr: GC Amicitia Zürich – Stäfa. Suhr Aarau – Kadetten Schaffhausen. Kriens-Luzern – Pfadi Winterthur. Wacker Thun – RTV Basel. BSV Bern – St. Otmar St.Gallen.

Modus: Qualifikation mit Hin- und Rückrunde (je 18 Spiele). – Finalrunde (1. bis 6.) mit Hin- und Rückrunde (je 10 Spiele), gefolgt von Playoff-Halbfinals und -Final (je Best of Five). – Abstiegsrunde (7. bis 10.) mit vier Runden (je zwölf Spiele); Punkte aus der Qualifikation werden mitgenommen. – Playoff-Halbfinals und -Finals (Best of Five). Letztplatzierter spielt Auf-/Abstiegsbarrage gegen den NLB-Meister.