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Düsseldorf – Dieser Zoff geht für Verona Pooth (57) in die nächste Runde. 2021 wurde sie Opfer eines Einbruchs in ihrem Zuhause bei Düsseldorf. Bis heute ist der gestohlene Schmuck nicht wieder aufgetaucht – und Pooth bekam laut eigener Aussage nur einen Teilwert (650.000 Euro) erstattet. Jetzt streitet sie sich mit ihrem Versicherungsmakler Dietmar B. und dessen Arbeitgeber Helvetia. Beim Verhandlungstermin am Montag im Landgericht in Düsseldorf wurde vorerst nur eine außergerichtliche Lösung vorgeschlagen.
Richterin Antonia Roters verkündete nach fast zwei Stunden Verhandlung: „Die Kammer regt eine gütliche Einigung an – auch im Hinblick darauf, dass es gewisse Risiken für die Klägerin gibt.“ Denn die Beweislast läge möglicherweise bei Pooth. Als zu zahlende Summe nannte Roters „ein Drittel der geforderten Summe“, was inklusive Extra-Zahlungen nach BILD-Infos rund 295.000 Euro zusätzlich zu den bereits gezahlten 650.000 Euro bedeuten würde.

Verona Pooth im Gerichtssaal mit ihren Anwälten Lars Winkler (l.) und Alicia Verdugo-Morales
Foto: Foto Seven Sport
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Pooth will sich nun überlegen, ob sie diesen Vorschlag annimmt. Sie zu BILD: „Natürlich bin ich nicht begeistert. Das tut weh, vor allem, weil ich nichts falsch gemacht habe. Aber ich möchte das jetzt auch irgendwie mal abschließen, deshalb werde ich mich mit der Gegenseite über eine Einigung unterhalten. Ich hoffe, dass sie noch etwas höher ausfällt als der Vorschlag. Aber ich habe die Richterin auch als fair empfunden.“ Zu einem Showdown zwischen der Unternehmerin und ihrem Versicherungs-Makler Dietmar B. kam es vor Gericht nicht. Pooth erschien zwar selbst, aber Makler Dietmar B., der mehr als 15 Jahre für Pooth tätig war, ließ sich durch seine Anwälte vertreten.

Schlimmer Moment für den TV-Star: Nach dem Einbruch kniet Verona Pooth (damals 53) im Dezember 2021 im verwüsteten Flur ihres Hauses bei Düsseldorf
Foto: Privat

Verona Pooth im Gespräch mit BILD-Reporter Bernd Peters im Landgericht
Foto: Foto Seven Sport
Pooth sagte BILD kurz vor dem Prozess vor Ort: „Die ganze Sache ist finanziell wichtig für mich. Mein Schmuck war über eine Million Euro wert. Das war mein Lebenswerk. Ein Teil des Schadens wurde zwar reguliert, ein erheblicher Betrag ist jedoch weiterhin offen.“ Der Grund: Pooth war unterversichert. Der versicherte Wert wurde zwar mehrfach angepasst, aber in den letzten Jahren nicht mehr. Eine Liste der versicherten Schmuckstücke sei nur an ihren Mann verschickt worden, aber nicht an sie. „Diese Liste war unvollständig und wurde von uns nie bestätigt.“
Der Versicherungsmakler Dietmar B. bestreitet diese Vorwürfe. Seine Anwältin sagte am Montag: „Es können nur Sachen versichert werden, die gemeldet wurden. Außerdem bestehen auch keine Versicherungsmöglichkeiten bis ins Unendliche.“