Bei ausreichender Jodversorgung schadet normaler Sojakonsum der Schilddrüse nicht. Die in Sojabohnen enthaltenen Isoflavone können ein bestimmtes Enzym in der Schilddrüse blockieren, was theoretisch zu einer Schilddrüsenunterfunktion führen könnte. Allerdings ist dieser Effekt bei normalem Sojakonsum so gering und noch nicht klinisch relevant, dass Mediziner:innen bei gesunden Menschen kein Gesundheitsrisiko sehen. Hinzu kommt, dass sich die Menge der Isoflavone durch die Verarbeitung zu Tofu bereits auf etwa ein Fünftel reduziert. Etwa 100 g Tofu oder 250 ml Sojadrink gelten als sicher. Wer sich vielfältig ernährt und auf eine gute Jodversorgung achtet, muss Soja nicht meiden. Lediglich bei Jodmangel oder bestehenden Schilddrüsenerkrankungen wird eine ärztliche Begleitung empfohlen. Isoflavone aus Sojalebensmitteln und insbesondere hohe Mengen aus isolierten, hochdosierten Nahrungsergänzungsmitteln könnten hier nachteilige Effekte haben.