In einem neuen Interview spricht Eko Fresh ausführlich über alle Songs, die er für Bushido geschrieben hat. Sein Partner für das Gespräch ist niemand anderes als der Kölner Rechtsanwalt Christian Solmecke. In dem Talk mit dem Titel «EXKLUSIV: Eko Fresh packt nach 20 Jahren über Bushido aus!» blicken die beiden nicht nur darauf zurück, was Eko alles für Bushido geschrieben haben soll, sondern auch darauf, wie viel Geld es dafür angeblich gab.
Eko Fresh spricht offen über seine Ghostwriting-Jobs für Bushido
Eko und Christian Solmecke gehen die Songs und Alben chronologisch durch: Die ersten Tracks, die Eko eigenen Angaben zufolge für Bushido geschrieben habe, seien «Staatsfeind Nr. 1» sowie «Endgegner» gewesen. Damals noch, ohne überhaupt darüber nachzudenken, damit auch nur einen Cent zu verdienen.
Im nächsten Schritt sei dann Bushidos All-Time-Classic «Von der Skyline zum Bordstein zurück» aus seiner Feder geflossen. Hier gibt Eko an, für «alles, auch die Message» verantwortlich gewesen zu sein. Dafür habe er 30.000 Euro und das Versprechen für ein Kollaboalbum erhalten. Letzteres wurde bekanntermaßen nie von Bushido eingelöst. GEMA-Einnahmen und Writing-Credits wären hingegen nie zum Thema gemacht worden, so Eko.
In der Folge sei es zwischenzeitlich zum Bruch zwischen Eko und Bushido gekommen, nachdem dieser sich Ekos damaligen Mitbewohner Kay One hinterrücks als Ghostwriter gesichert hatte. Heutzutage sagt Eko diesbezüglich, dass dieser Move sein «Herz gebrochen» und gleichzeitig auch das Ende seines Labels German Dream eingeläutet hätte. Für ihn sei in diesem Moment klar gewesen, er müsse sich von Bushido und ersguterjunge, wo er noch unter Vertrag stand, trennen. Sein Anwalt habe ihn dann aus dem Vertrag geholt und nochmal 30.000 Euro klargemacht.
Einige Jahre später soll MoTrip ihn angerufen haben, um zwischen ihm und Bushido zu vermitteln – mit Erfolg. Plötzlich sei er wieder bei Bushido gewesen und hätte wieder für ihn geschrieben. In dieser Phase entstand dann «AMYF». Wie viel er dafür erhalten sollte, verrät Eko nicht. Nur, dass er am Ende seinem Geld hinterherlaufen musste und am Ende auf das Geld verzichtet hätte, weil er einfach nichts mehr mit Bushido zu tun haben wollte. Dafür bestätigt er, was Arafat kürzlich im «Uncs»-Podcast erzählt hat: Für «Leben und Tod des Kenneth Glöcker» habe er rund 600 Euro erhalten. Das sei für ihn damals aber auch in Ordnung gewesen, da er es zu diesem Zeitpunkt hauptsächlich Kay One heimzahlen wollte.
Christian Solmeckes Vorschlag, ob Eko nicht nochmal versuchen wolle, sich in die GEMA eintragen zu lassen, ist dieser nicht gänzlich abgeneigt. Allerdings eher damit seine Kinder nach seinem Ableben noch etwas von den Songs hätten.
Das ganze, deutlich ausführlichere Gespräch, könnt ihr euch hier reinziehen: