Mit der Coaster 407 steigt Rieju in das Cruiser-Segment ein. Das neue Modell kombiniert klassische Custom-Optik mit moderner Technik und setzt dabei auf ein ungewöhnliches Konzept. Statt eines klassischen Schaltgetriebes kommt ein automatisiertes Sechsganggetriebe zum Einsatz. Dazu gibt es einen V2-Motor, Riemenantrieb sowie Assistenzsysteme, die man in dieser Klasse nicht unbedingt erwartet. 

Rieju Coaster 407

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Quelle: Rieju

Automatik statt Kupplungshebel

Herzstück der Coaster 407 ist ein flüssigkeitsgekühlter 384,5-Kubik-V2 mit acht Ventilen. Er leistet 34,6 PS bei 8.250 U/min und entwickelt 36 Nm Drehmoment bei 4.500 U/min. Damit erfüllt der Cruiser die Anforderungen der Führerscheinklasse A2. Die Kraft gelangt über einen wartungsarmen Riemenantrieb ans Hinterrad. Die Höchstgeschwindigkeit gibt Rieju mit 155 km/h an. 

Besonders interessant ist das automatisierte AMT-Getriebe. Der Fahrer kann die sechs Gänge entweder automatisch wechseln lassen oder per Schaltwippen selbst eingreifen. Auf Kupplungshebel und Fußschalthebel verzichtet Rieju vollständig. Damit soll die Coaster vor allem Einsteigern und entspannten Tourenfahrern den Zugang zum Cruiser-Konzept erleichtern. 

Rieju Coaster 407

Bild von: Rieju

Niedrige Sitzhöhe und moderne Ausstattung

Mit einer Sitzhöhe von lediglich 690 Millimetern und einem Trockengewicht von 180 Kilogramm soll sich die Coaster 407 leicht beherrschen lassen. Für Stabilität sorgen ein 19-Zoll-Vorderrad und ein 17-Zoll-Hinterrad mit breitem 180er-Reifen. Vorne verzögert eine 300-Millimeter-Scheibe mit Nissin-Doppelkolbensattel, hinten arbeitet eine 240-Millimeter-Scheibe. ABS und Traktionskontrolle gehören serienmäßig dazu. 

Auch bei der Ausstattung zeigt sich die Spanierin erstaunlich modern. Zur Serienausstattung zählen ein digitales LCD-Display, Keyless-System, Voll-LED-Beleuchtung, USB-A- und USB-C-Anschlüsse sowie Smartphone-Konnektivität. Der 16 Liter große Tank soll zudem längere Etappen ohne häufige Tankstopps ermöglichen. 

Rieju Coaster 407

Bild von: Rieju

Preis unter 5.000 Euro

Rieju positioniert die Coaster 407 als leicht zugänglichen Cruiser mit moderner Technik und klassischem Auftritt. In Spanien startet das Modell zu einem Preis von 4.961 Euro. In Deutschland nennt die offizielle Website einen Preis von 5.490 Euro zuzüglich Liefernebenkosten. 

Auch wenn es wie die X-te chinesische Neumarke klingt: Rieju gehört zu den traditionsreichsten Motorradherstellern Spaniens. Das Unternehmen mit Sitz in Figueres in Katalonien baut seit den 1940er-Jahren Motorräder und ist vor allem für Leichtkrafträder, Enduros und Supermotos bekannt.

In den vergangenen Jahren hat die Marke ihr Programm schrittweise erweitert und setzt zunehmend auf Modelle in neuen Segmenten. Mit der Coaster 407 wagt sich Rieju nun erstmals an einen klassischen Cruiser und will damit auch Fahrer ansprechen, die Wert auf entspanntes Reisen und eine unkomplizierte Bedienung legen.