Die Schweizer Nati gewinnt zuhause in Lausanne zum Start der WM-Qualifikation mit 2:0 gegen Nordirland. Die Offensive enttäuscht aber über weite Strecken.
Die Schweizer Nati gewinnt in der WM-Qualifikation zuhause gegen Nordirland. – keystone
Das Wichtigste in Kürze
Die Schweiz gewinnt zum Auftakt der WM-Qualifikation gegen Nordirland.
Riola Xhemaili und Svenja Fölmli erzielen die Tore für die Schweizer Nati.
Am Samstag um 19 Uhr geht es mit dem Quali-Auswärtsspiel auf Malta weiter.
Die Schweizer Nati ist mit einem Mini-Sieg gegen Nordirland in die Qualifikation zur WM 2027 gestartet. In Lausanne setzt sich das Team von Trainer Rafel Navarro mit 2:0 gegen die Aussenseiterinnen von der Insel durch.
Qualifiziert sich die Schweizer Nati für die Frauen-WM 2027?
1Ja
2Nein
Bis zur ersten Schweizer Torchance dauert es nur dreieinhalb Minuten: Die Nordirinnen vertändeln im eigenen Sechzehner den Ball, Xhemaili rutscht beim Abschluss aber weg. Wenig später wird ein Riesen-Abschluss aus der Distanz noch geblockt.
Xhemaili schiesst die Schweizer Nati in Führung
In Minute 22 jubelt die Schweizer Nati dann über die hochverdiente Führung: Captain Lia Wälti schlägt einen Eckball ins Zentrum, die Kugel fällt nach einem Abpraller vor die Füsse von Riola Xhemaili. Die zögert nicht, sondern trifft eiskalt zum 1:0 in den Winkel.
Riola Xhemaili feiert das 1:0 für die Schweizer Nati. – keystone
Aber die Schweizerinnen verpassen es, ihren Vorsprung vor der Pause auszubauen. Das Positive: Von den Gästen kommt nach vorne praktisch nichts, die wenigen Vorstösse verpuffen wirkungslos.
Harmlose Nati sucht den zweiten Treffer
Auch nach der Pause kontrolliert die Schweizer Nati das Spielgeschehen. Aber auch das Schweizer Offensivspiel leidet unter fehlender Genauigkeit. Viele Pässe gehen ins Nichts, oft fehlt eine Anspielstation.
Die Schweizer Nati kann gegen Nordirland nicht glänzen. – keystone
Die Einwechslung von Alisha Lehmann auf dem rechten Flügel bringt in den letzten 20 Minuten etwas zusätzlichen Schwung. Aber auch ihre Vorstösse bleiben wirkungslos: Zu oft kommen die Zuspiele ins Zentrum nicht an.
Die Schlussphase ist aus Schweizer Sicht fast frustrierend anzusehen: Auf engstem Raum wird im nordirischen Strafraum gedribbelt, nur den Abschluss sucht kaum eine Spielerin. Einzig die Harmlosigkeit der Nordirinnen verhindert, dass das Spiel noch kippt.
Die Schweizer Nati startet siegreich, aber weitgehend harmlos in die WM-Quali. – keystone
Für die Erlösung sorgt die eingewechselte Svenja Fölmli in der Nachspielzeit. Mit einer Drehung lässt sie ihre Gegnerin aussteigen und legt den Ball aus der Distanz in die untere Ecke.
Kuriose Szene mit verfrühtem Schlusspfiff
Die Schiedsrichterin sorgt dann noch für Verwirrung: Nach vier der angezeigten fünf Minuten pfeift Shona Shukrula das Spiel ab. Dann bemerkt sie ihren Fehler – und lässt nochmals fast zwei Minuten weiterspielen. Eine kuriose Szene!
Die Schiedsrichterin pfeift das Spiel zu früh ab, bemerkt ihren Fehler … und pfeift wieder an! – SRF
Am Ende steht der erwartete Schweizer Heimsieg – allerdings deutlich knapper als erhofft. Bereits am Samstag wartet das nächste Spiel in der WM-Quali auf die Schweizerinnen: Um 19 Uhr trifft das Navarro-Team auswärts auf Malta.