Hier ist der fatale Bock von FCB-Goalie Mirko Salvi im Spiel gegen den FC Lugano zu sehen.SRF
Der FC Basel steckt nach zwei Heimniederlagen gegen Sion und Lugano erneut in der Krise.Valentin Stocker, sportlicher Leiter beim FC Basel, weicht der Trainerfrage aus, bestätigt aber die Geduld des Clubs mit Lichtsteiner.Stocker kritisiert die fehlenden Emotionen im Team und beklagt, dass Basel zweimal die Führung abgegeben hat.
Wie geht es mit FCB-Trainer Stephan Lichtsteiner weiter? Denn: Die Hütte brennt beim FC Basel! Nach den Heimniederlagen gegen den FC Sion und am Sonntag gegen den FC Lugano stecken die Basler in der Krise – wieder einmal. Und die grosse Frage ist: War es das für Lichtsteiner? Schliesslich steht der Ex-Nati-Captain seit mehreren Wochen in der Kritik.
Die FCB-Bosse um David Degen wollten nach der Niederlage nicht in der Mixed Zone sprechen. Valentin Stocker, sportlicher Leiter in Basel, kommentierte die Situation jedoch gegenüber dem SRF: «Die Trainerfrage möchte ich jetzt nicht gross kommentieren.»
Valentin Stocker ist der sportliche Leiter des FC Basel.Screenshot SRF
«Mit den beiden Spielen lief es natürlich jetzt ultimativ schlecht»
Für ihn sei die Performance der Mannschaft wichtig, so Stocker weiter. Er und der Club müssten sich die Trainerfrage nicht jeden Tag stellen. Und die Frage, ob der Club noch geduldig sei, beantwortete er mit einem knappen «Ja».
Über die Zukunft von Lichtsteiner wollte Stocker also nicht gross sprechen, dafür aber generell über die aktuelle Situation des FCB. «Für mich ist wichtig, wie die Mannschaft performt. Mit den letzten beiden Spielen können wir nicht zufrieden sein, mit denjenigen vorher aber schon», so Stocker. Und: «Anfang Woche hat es ehrlicherweise besser ausgesehen.»
Stephan Lichtsteiner steht immer wieder in der Kritik.Philipp Kresnik/freshfocus
Weiter meinte der sportliche Leiter: «Mit den beiden Spielen lief es natürlich jetzt ultimativ schlecht. Zweimal haben wir die Führung aus der Hand gegeben. Daher können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht zufrieden sein. Nach diesen zwei Spielen stehen wir nun so da. Das ist natürlich sehr enttäuschend.»
Valentin Stocker lobt den FC Lugano
Man müsse sehen, dass Lugano ein eingespieltes Team sei, erklärte Stocker. «Auch ich habe noch gegen einige gespielt, die jetzt in Lugano sind. Bei uns spielen wir so im Zentrum zum ersten Mal zusammen.»
Dann sagte er noch: «Aufgrund der finanziellen Situation aus der Vergangenheit müssen wir mit unserer Strategie fahren. Es ist natürlich schwierig mit all den Transfers und den Wechseln und dem nicht eingespielten Team. Die Entwicklung ist nicht positiv. Mir fehlen aber teilweise sicherlich die Emotionen.»
Das sagt Xherdan Shaqiri
Xherdan Shaqiri wurde derweil ebenfalls gefragt, ob er nun unruhige Tage erwarte. «Wir sind Spieler und kommen jeden Tag ganz normal ins Training, um unsere Arbeit zu machen», sagte er. «Alles andere kann und will uns nicht beeinflussen. Wir müssen weiterarbeiten, in den nächsten Spielen besser auftreten und wieder Punkte holen.»
Nils Hänggi (nih) ist seit 2019 bei 20 Minuten. Er ist Sportredakteur und Teil des Social Responsibility Boards. Er schreibt oft übers Thema Fussball.
