Die Befürworterinnen und Befürworter der Vorlage argumentierten, dass dadurch Ferienjobs «gerettet» werden könnten. Diesen Sommer kam die Ausnahmeregelung ein erstes Mal zur Anwendung. Für Zora Holzer (22), Sekretärin der Studierendengewerkschaft der Universität Genf (CUAE), hat sich die Vorhersage der Arbeitgeber vorerst nicht bewahrheitet: «Wir haben keinen wesentlichen Anstieg der Sommerjobs festgestellt. Für Studierende war es diesen Sommer genauso schwierig, eine Arbeit zu finden.» Und es gibt auch Arbeitgeber, die für ihre Sommerjobs weiterhin den regulären kantonalen Mindestlohn bezahlen: So etwa die Stadt Genf oder Coop, wo 74 Studierende als Ferienaushilfen arbeiteten. Anders die Migros. Nachdem sie in den Jahren 2024 und 2025 keine Ferienjobs angeboten hatte, gab es beim Detailhändler in diesem Sommer 19 zusätzliche temporäre Stellen mit dem tieferen Stundenlohn.