Hier ist der fatale Bock von FCB-Goalie Mirko Salvi im Spiel gegen den FC Lugano zu sehen.SRF
Albian Ajeti kehrt mit dem FC Lugano ins Joggeli zurück – wenige Tage nach seinem Wechsel vom FC Basel ins Tessin.Der FCB verliert das Spiel 1:3 und kassiert damit die zweite Niederlage in Serie.Ajeti spricht von einem «sehr emotionalen Spiel» – beim FCB hatte er diese Saison nur 35 Einsatzminuten erhalten.
Der FC Basel verliert gegen den FC Lugano mit 1:3. Für den FCB ist es die zweite Niederlage hintereinander – nun brennt der Baum am Rheinknie. War es das für Trainer Stephan Lichtsteiner? Das wird sich zeigen, sicher ist: Der Ex-Nati-Captain steht mit dem Rücken zur Wand.
Doch die Niederlage der Basler im Joggeli hat auch noch eine andere Geschichte geschrieben – jene von Albian Ajeti. Dieser wechselte unter der Woche vom FC Basel ins Tessin. Am Donnerstag schoss er die Luganesi dann sogleich zum Sieg, jetzt folgte die schnelle Rückkehr ins Joggeli.
«Es war komisch für mich, ein sehr emotionales Spiel»
Nach der Partie sagte er gegenüber blue Sport: «Es war komisch für mich, ein sehr emotionales Spiel. Vor ein paar Tagen habe ich noch im FCB-Trikot gespielt, jetzt spiele ich gegen Basel im Joggeli.» Dass es für den Schweizer ein «emotionales Spiel» war, ist nicht verwunderlich, liebt Ajeti doch den FC Basel und die gesamte Stadt.
Albian Ajeti (FC Lugano) kehrte zurück ins Joggeli.Philipp Kresnik/freshfocus
Mit 61 Treffern, davon 47 für den FC Basel, ist er der viertbeste Torschütze in der Super League unter den aktuell aktiven Spielern – hinter Christian Fassnacht (100), Dejan Sorgic (72) und seinem Captain Renato Steffen (64). Zuletzt lief es für ihn bei Rotblau aber nicht mehr. Diese Saison erhielt er beim FCB nur 35 Einsatzminuten.
Beim FC Lugano gefällt es Albian Ajeti.Philipp Kresnik/freshfocus
Und noch bitterer für ihn: Vor dem Transfer stand er zweimal nicht einmal mehr im Kader. Nachdem Trainer Stephan Lichtsteiner zu Saisonbeginn Ajeti noch für seine «überragende Vorbereitung» gelobt hatte, kritisierte er zuletzt die «nonverbale Kommunikation» des Angreifers.
Das sagt Xherdan Shaqiri zum Wiedersehen
Jetzt sagte Albian Ajeti: «Die Muttenzerkurve hat mich vor dem Spiel begrüsst, das bedeutet mir sehr viel. Es war auch komisch, die ehemaligen Mitspieler zu begrüssen. Aber jetzt schaue ich nach vorne.»
Albian Ajeti und Xherdan Shaqiri vor dem Spiel.Philipp Kresnik/freshfocus
Die neue Herausforderung im Tessin mache ihm Spass, so Ajeti weiter. Und: «Die Mannschaft funktioniert. Man sieht einen klaren Spielstil. Auch wenn wir führen, wollen wir einfach weiter Fussball spielen. Ich freue mich sehr auf die kommenden Wochen.»
20 Minuten fragte nach der Pleite auch bei Xherdan Shaqiri nach. Wie war es, seinen guten Kollegen plötzlich auf der anderen Seite zu sehen? «Ich habe ihn begrüsst, weil er vor ein paar Tagen noch hier war», sagte er. «Er ist relativ schnell gegangen, und ich war auch sehr überrascht. Es war nur eine Begrüssung.»
Nils Hänggi (nih) ist seit 2019 bei 20 Minuten. Er ist Sportredakteur und Teil des Social Responsibility Boards. Er schreibt oft übers Thema Fussball.
