Eklatante Heimschwäche

Der FC Basel hinkt auch in der noch jungen Saison den eigenen Erwartungen hinterher. Besonders düster sieht die Heimbilanz aus. FCB-Trainer Lichtsteiner will aber nichts von einer «Heimschwäche» wissen.

Patrick LämmleDarum geht’sDer FC Basel verliert zuhause gegen Lugano 1:3.Aus den ersten vier Heimspielen der neuen Saison hat der FCB nur drei Punkte geholt. Das ist ein Vereins-Negativrekord.Trainer Stephan Lichtsteiner will nichts von einer Heimschwäche wissen.

Drei Tage nach der Heimniederlage gegen Sion verliert Basel, erneut zuhause, auch gegen das noch makellose Lugano. Aus den ersten vier Heimspielen der neuen Saison hat der FCB nur drei Punkte geholt und stellt damit einen Vereins-Negativrekord auf.

Schaut man sich das ganze Jahr 2026 an, so hat Basel bereits sechs Mal im Joggeli verloren. So viele Niederlagen innerhalb eines Kalenderjahres gab es für den FCB davor nur 2023 – damals waren es sogar sieben. Heisst aber auch: Holt der FCB bis Ende des Jahres nicht in jedem Heimspiel mindestens einen Punkt, so stellt man einen weiteren Negativrekord auf.

Die Niederlagen im Jahr 2026 fallen alle in die Zeit von Stephan Lichtsteiner, der Ludovic Magnin Ende Januar nach nur zwei Super-League-Runden (1:1 zuhause gegen Sion und 4:3-Sieg auswärts gegen den FCZ) beerbte.

«Das ist nicht eine Heimschwäche»

Nach der 1:3-Niederlage gegen Lugano wird Lichtsteiner von blue Sport auf die eklatante Heimschwäche angesprochen. Doch der Trainer wimmelt ab: «Das ist nicht eine Heimschwäche. Wir wussten, dass es eine Woche ist, in der man am Ende der Woche sieht, wo wir stehen. Jetzt müssen wir sicher Match für Match nehmen.»

Gegen Spitzenreiter Lugano hat Basel nur fünf Schüsse abgegeben, so wenige waren es in dieser Saison noch nie in einem Super-League-Spiel – und nur zwei davon kamen aufs Tor. Bei Lugano waren es 23 Abschlussversuche, alleine fünf davon gehen auf das Konto von Renato Steffen. Es sind auch solche Zahlen, die nachdenklich stimmen dürften.

Im Interview erklärt Lichtsteiner, was alles nicht so lief, wie es hätte laufen sollen. Es ist in der Summe doch einiges, das zusammenkommt. Dabei sagt der FCB-Trainer gefühlt in jedem Satz – gleichgültig, ob er über die Offensive oder Defensive spricht –, dass sie «zu wenig konsequent» gewesen seien.

Ganz anders sieht das bei den Tessinern aus, die bislang all ihre Spiele gewonnen haben. Der ehemalige Nati-Captain meint anerkennend: «Und dann muss man aber auch Lugano ein Kompliment machen. Sie sind ein eingespieltes Team, das schon lange so zusammenspielt, und haben dann auch die Qualität, das so fertig zu spielen.» Eine Qualität, die er bei seinem Team offenbar vermisst.

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