Mehrere Personen in Damariscotta (US-Bundesstaat Maine) meldeten unabhängig voneinander eine Bigfoot-Sichtung.Die Polizei ermittelte und stellte fest: Das haarige Wesen war ein Mann im Kostüm.Auf Facebook verkündete die Behörde: «Bigfoot gibt es nicht. Fall abgeschlossen.»

Bigfoot lebt! Oder doch nicht? Mit Anfragen wie diesen waren Polizistinnen und Polizisten in Damariscotta (US-Bundesstaat Maine) Anfang September konfrontiert. Gleich mehrere Personen hatten unabhängig voneinander eine entsprechende Sichtung gemeldet. Und natürlich sind die Officers der Sache auf den Grund gegangen.

«Bigfoot existiert nicht!»

Das Ergebnis ihrer Ermittlungen posteten sie nun auf Facebook: «Bigfoot existiert nicht!» Das habe eine «lange, gründliche und völlig ernsthafte Untersuchung» ergeben. «Wir verstehen, dass dies für manche enttäuschend sein könnte.» Auch einige Menschen aus den eigenen Reihen hätten «insgeheim gehofft, man habe endlich etwas entdeckt, das landesweit für Schlagzeilen sorgen würde.» Doch: «Leider nein.»

Officer Smith hat Kontakt mit haarigem Wesen aufgenommen

Geirrt haben sich die Anruferinnen und Anrufer jedoch auch nicht. Tatsächlich war zum Zeitpunkt der Sichtungsmeldungen ein haariges Wesen in Damariscotta unterwegs. Officer Smith habe mit ihm gesprochen. «Das Gespräch war angenehm. Es wurden Fotos gemacht» (siehe Bildstrecke). Bigfoot-Grunzlaute seien jedoch nicht zu hören gewesen.

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Das hat es tatsächlich mit den Sichtungen auf sich

Die genaue Betrachtung des haarigen Wesens habe ergeben, «dass die mysteriöse Kreatur tatsächlich ein Mann in einem Kostüm war.» Warum dieser in dieser Aufmachung unterwegs war, verrät die Polizei Damariscotta nicht. Aber es «gab keinerlei Hinweise auf kriminelle Aktivitäten, keine Anzeichen dafür, dass etwas Unheilvolles im Gange war, und leider auch keine bahnbrechende Entdeckung einer bislang unbekannten Spezies.»

«Ein toller Streich, aber nicht gut durchdacht»

Ganz ohne war die Verkleidungsaktion laut einigen Social-Media-Posts aber auch nicht: «Es war ein Riesenspass, aber anscheinend war er schon am Morgen vor der Grundschule unterwegs, und ein paar kleine Kinder haben sich total erschrocken», schreibt Facebook-User Todd Richards. Sein Fazit: «Ein toller Streich, aber nicht gut durchdacht.»

«Wir würden es nicht anders haben wollen»

Am Ende des Posts danken die Verantwortlichen noch den Anruferinnen und Anrufern «für ihre Begeisterung, Neugier und Bereitschaft, aufeinander zu achten.» Auch wenn man Bigfoot nicht gefunden habe, habe man etwas Seltenes entdeckt: «Eine Stadt voller Menschen, die bereit sind, alles stehen und liegen zu lassen, um einer Bigfoot-Sichtung nachzugehen und aufeinander aufzupassen. Und ehrlich gesagt: Wir würden es nicht anders haben wollen.» Bigfoot bleibe auf freiem Fuss, «vorausgesetzt, er zieht sein Kostüm wieder an.»

Auch in Colorado soll Bigfoot schon gesichtet worden sein, so zum Beispiel 2023.

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Fee Anabelle Riebeling

Fee Anabelle Riebeling (fee) arbeitet seit 2014 für 20 Minuten. Sie ist stv. Leiterin Wissen/AI, Data und Leiterin des Fachgremiums Faktencheck & Verifikation.