Kursaal Gruppe Bern auf Erfolgskurs | 9. September 2026

Der Betriebsgewinn der Kursaal Gruppe klettert im ersten Halbjahr um knapp 30 Prozent auf 5,64 Millionen Franken – getragen vom boomenden Casino-Geschäft. Kongresszentrum und Hotel spüren dagegen die Folgen der unsicheren Weltlage.

Blinkende Spielautomaten im Grand Casino Bern – doch das grosse Geld verdient die Kursaal Gruppe mit dem Online-Betrieb.

Blinkende Spielautomaten im Grand Casino Bern – doch das grosse Geld verdient die Kursaal Gruppe mit dem Online-Betrieb.Foto: Keystone

Die Kursaal Bern Gruppe hat im ersten Halbjahr 2026 etwas mehr umgesetzt und deutlich mehr verdient. Besonders gut hat sich das Geschäft mit den Onlinecasinos entwickelt, während die unsichere Weltlage auf die Konsumlust der Gäste drückte.

Der Umsatz stieg um 1,7 Prozent auf 35,9 Millionen Franken, wie die Gruppe am Mittwoch bekannt gab. Zugleich hätten sich alle erfolgsbasierten Kennzahlen im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert, dies trotz des grossen Drucks auf die Schweizer Wirtschaft im unsicheren geopolitischen Umfeld.

Deutlich gesteigert wurde der Betriebsgewinn. Auf Stufe Ebitda kletterte dieser um knapp 30 Prozent auf 5,64 Millionen Franken. Unter dem Strich verblieb ein Gewinn von 1,49 Millionen Franken nach 0,63 Millionen im Vorjahr.

Nahost-Krise und Schweizer Franken belasten die Halbjahreszahlen

Mit ihren terrestrischen Spielbanken habe die Gruppe ihre Stellung im leicht rückläufigen Schweizer Markt behauptet, hiess es weiter. Demgegenüber seien mit dem Onlinecasino Anteile hinzugewonnen worden. Verhalten lief laut den Angaben derweil das Geschäft des Kongresszentrums. Hier habe die unsichere ökonomische Lage belastet.

Das Swissôtel Kursaal Bern litt ab dem Frühjahr unter den Folgen des Nahost-Kriegs. Erschwerend sei auch noch die Belastung des starken Schweizer Frankens hinzugekommen. Die Monate Mai und Juni lagen dann aber wieder über den Erwartungen. Im Mai war beispielsweise die kanadische Eishockey-Nationalmannschaft während der WM zu Gast.

In der zweiten Jahreshälfte zählt die Gruppe auf ein erneut intensives Kongressgeschäft. Allerdings dürfte die unsichere Weltlage das Konsumverhalten und somit die Geschäftsentwicklung weiterhin belasten.