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Für einen Streaming-Hit braucht es 2026 längst keine Hollywood-Stars mehr. Manchmal genügt ein brisantes Thema – und genau das katapultiert die Netflix-Doku „The Perfect Neighbor“ zum Erfolg. Der Film erlebt Monate nach seinem Start einen massiven Boom.
Der Dokumentarfilm ist bereits im Oktober 2025 bei Netflix erschienen. Weder bekannte Schauspieler noch eine spektakuläre Marketingkampagne sorgten für Schlagzeilen. Doch wie „IndieWire“ berichtet, wurde die Produktion inzwischen mehr als 50 Millionen Mal abgerufen.
Ausschlaggebend für den rasanten Anstieg ist offenbar die Oscar-Nominierung: „The Perfect Neighbor“ geht ins Rennen um den Academy Award als bester Dokumentarfilm. In den zwei Wochen nach Bekanntgabe der Nominierungen schnellten die Abrufzahlen laut Bericht auf mehr als das Dreifache nach oben. Zuvor hatte der Film bereits Preise bei den Independent Spirit Awards sowie den Critics Choice Awards gewonnen.
Von Sundance an die Netflix-Spitze
Seine Weltpremiere feierte der Film nicht beim Streamingdienst, sondern beim renommierten Sundance Film Festival. Dort sorgte er früh für Gesprächsstoff. Nach dem Netflix-Start setzte sich der Erfolg fort: Drei Wochen lang hielt sich die Doku weltweit in den Top 10. In den USA sowie in sechs weiteren Ländern stand sie sogar jeweils zwei Wochen auf Platz 1 – und verdrängte dabei „KPop Demon Hunters“ von der Spitzenposition.
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Im Mittelpunkt steht ein realer Kriminalfall, der international für Entsetzen sorgte. Erzählt wird die Geschichte der Afroamerikanerin Ajike „AJ“ Shantrell Owens, die am 2. Juni 2023 von ihrer weißen Nachbarin Susan Lorincz erschossen wurde. Die Täterin berief sich später auf Notwehr.
Der Film rekonstruiert die Ereignisse fast ausschließlich mit Bodycam-Aufnahmen von Polizeieinsätzen. Damit trifft er den Nerv eines Publikums, das sich seit Jahren für True-Crime-Stoffe begeistert – und erklärt so auch den späten, aber umso heftigeren Streaming-Erfolg.