TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen

Mainz – Trainer-Vulkan ist nicht so sein Ding: Urs Fischer (60) ist eher der ruhige Zeitgenosse, der sachliche Typ. Großes Rumgerede mag der Schweizer nicht, da lässt er lieber Taten sprechen. Leistungen und Erfolge auf dem grünen Rasen sind ihm wichtig. Mit der Herangehensweise ist er bei Union Berlin lange gut gefahren, so holt er gerade Mainz 05 Schritt für Schritt aus dem Tabellenkeller.

Paul Nebel (23, r.) ist vor Leverkusens Exequiel Palacios (27) am Ball

Paul Nebel (23, r.) ist vor Leverkusens Exequiel Palacios (27) am Ball

Foto: picture alliance/Eibner-Pressefoto

Doch er verlangt von seinen Spielern, dass sie es ihm nachmachen und ihre Antworten ebenfalls nur auf dem Platz geben. „Nicht nur quatschen, sondern auch liefern!“ Das fordert Fischer vor dem Spiel gegen den VfB Stuttgart (Samstag, 15.30 Uhr, live bei Sky) jetzt von seiner Mannschaft.

Mehr zum Thema

Anlass: der Ausfall von Nadiem Amiri (29, Verletzung unter der Fußsohle). „Wir hätten ihn natürlich gerne dabei“, gibt Fischer zu, stellt in seinem Team aber wegen dessen Fehlen keine Verunsicherung fest: „Es ist eher eine positive Jetzt-erst-recht-Stimmung. Die Jungs leben nach dem Motto: Beeinflusse, was du beeinflussen kannst! Und das ist, auch gegen Stuttgart die Leistung abzurufen.“

Nebels „Antwort in Leverkusen“ sehr gut!

Wie schon in Leverkusen (1:1) läuft auch gegen den VfB Paul Nebel (23) als Amiri-Ersatz auf. Und der ist nach Wochen als Joker das beste Beispiel für Fischers Liefer-Forderung. Der Trainer: „Es war in den letzten Wochen keine einfache Zeit für Paul. Aber seine Antwort in Leverkusen hat mir gefallen. Das ist dann eben nicht nur quatschen, sondern liefern. So wünsche ich mir das. Dass die Jungs nicht zufrieden sind, wenn sie nicht beginnen oder nicht im Aufgebot sind, das ist verständlich, das gehört dazu. Aber wenn du dann die Möglichkeit hast, dann gilt’s zu liefern. Und das hat Paul wirklich sehr gut gemacht.“

Und weiter: „Er war viel unterwegs, seine Aktionen mit dem Ball waren gut, und wo in den letzten Spielen die eine oder andere Aktion misslungen ist, sind die ihm nun gelungen. Das gibt Selbstvertrauen, daran muss er nun anknüpfen.“