Mal ist es ein Lamborghini, mal ein Traktor und mal auch ein Motorrad: Insgesamt 184 Fahrzeuge haben Beamte des Hauptzollamts Ulm im Laufe des vergangenen Jahres mit knapp 350.000 Euro nachverzollt, weil sie ohne Anmeldung in die EU gebracht worden waren. Die allermeisten dieser Fahrzeuge kamen auf Anhängern aus der Schweiz, manche auch auf eigener Achse, schreibt das Hauptzollamt Ulm weiter. Das Ziel sei häufig Osteuropa.
Schwerpunkt auf der Autobahn 96 bei Lindau
Weil die Beamten der Kontrolleinheit Grenze schwerpunktmäßig auf dem A96-Abschnitt kurz hinter dem Pfändertunnel auf Streife sind, stoßen sie neben anderen Schmuggelwaren auch regelmäßig auf unverzollte Fahrzeuge – „allesamt gebraucht und aus der Schweiz“, heißt es in der Bilanz weiter. Die Kaufpreise der Fahrzeuge lagen 2025 zwischen umgerechnet 1500 Euro für einen Traktor von 1966 und 60.000 Euro, etwa für einen BMW X5. Rund ein Viertel der Fälle wurde mit Geldstrafen von insgesamt 40.000 Euro geahndet; der Rest befindet sich noch in Ermittlungsverfahren bei der Strafsachenstelle des Hauptzollamts Ulm.
Import spätestens an der Grenze anmelden
Für Autos fallen bei der Einfuhr aus einem Nicht-EU-Staat zehn Prozent Zoll und 19 Prozent Einfuhrumsatzsteuer an, erklärt das Hauptzollamt Ulm. Diese sind sofort zu zahlen, andernfalls wird das Fahrzeug einbehalten. Zeigt der Fahrer den Import nicht vorab oder spätestens bei Grenzübertritt dem Zoll an, wird er zum Schmuggler und macht sich gegebenenfalls der Steuerhinterziehung strafbar.
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