«Manchmal liegt es eben auch am FCSG, wenn der Gegner keine gute Leistung zeigt», sagte Captain Lukas Görtler nach der Partie.

Damit hatte er nicht unrecht: Die St.Galler starten furios in die Partie und führen nach einer Viertelstunde bereits mit 2:0. In der 5. Minute spielt Lukas Daschner einen präzisen Pass in die Tiefe auf Carlo Boukhalfa, der souverän einschiebt. Zwar hebt der Linienrichter zunächst die Fahne, doch der Treffer zählt.

Nur sechs Minuten später sorgt Daschner erneut für Gefahr.

Mit einem feinen Zuspiel setzt er Aliou Baldé in Szene. Der Stürmer lässt YB-Torhüter Marvin Keller mit einer Körpertäuschung aussteigen und erhöht auf 2:0. Die Gäste werden in der Anfangsphase regelrecht überrollt.

Bis zur Pause bleibt der FCSG spielbestimmend. Weitere hochkarätige Möglichkeiten durch Christian Witzig, der in der 18. Minute die Latte trifft, sowie Alessandro Vogt mit einem weiteren Lattenknaller kurz vor dem Halbzeitpfiff bleiben ungenutzt.

Die ungenügende Chancenauswertung ist der einzige Kritikpunkt an einer ansonsten starken ersten Halbzeit.

Auch Cheftrainer Enrico Maassen spricht nach dem Spiel an der Medienkonferenz von einer dominanten Vorstellung, bei der das Resultat höher hätte ausfallen müssen.

Nach dem Seitenwechsel agieren die Espen defensiv weiterhin stabil. Jozo Stanic wird aufgrund einer drohenden Gelb-Roten Karte vorsorglich ausgewechselt, für ihn kommt Colin Kleine-Bekel ins Spiel. 

Die Young Boys zeigen sich verbessert, finden jedoch kaum Mittel gegen die kompakte Defensive der Gastgeber. Ein Treffer von YB-Topskorer Christian Fassnacht in der 51. Minute wird wegen Handspiels aberkannt.

Der FCSG verpasst es in der Folge, die Partie endgültig zu entscheiden, erspielt sich jedoch weitere Möglichkeiten.

Am Ende gerät der Sieg nicht mehr ernsthaft in Gefahr.

Den Bernern gelingt erst in der fünften Minute der Nachspielzeit der Anschlusstreffer – ein spätes Tor ohne Einfluss auf den verdienten Erfolg der St.Galler.